Wales

Weniger Brecon Beacons - dafür umso mehr Pembroke und Snowdonia

"Von Frankfurt über London Heathrow nach Stonehenge und von Portishead (nach wie vor England) ins walisische Wye Valley. Von Tintern Abbey nach Cardiff und von Barry nach St. Donats. Von Swansea (quer durch Pembrokeshire) nach Aberystwyth und von Tre´r-doll in den Snowdonia-Nationalpark. Nach Überquerung des River Severn nach Oxford (Achtung: wieder England!) zurück nach Stonehenge und von London nach Frankfurt. Und das per Mietwagen in 8 Tagen (7 Übernachtungen). Wie das funktioniert - lest Ihr in diesen (von mir ursprünglich für die Mitarbeiter meines Unternehmens angefertigten) Reisenotizen."  

"Caernarfon Castle - wie beinahe jede walisische Burganlage - Sinnbild englischer Herrschaft in Wales; einem kulturhistorischen Problem, mit dem sich jeder Wales-Reisende zumindest ansatzweise beschäftigt haben sollte (ich kürze an dieser Stelle meine eigenen Aufzeichnungen um ein komplettes Kapitel). Zuletzt wurde die Investitur Prinz Charles´ (Prince of Wales) folgerichtig innerhalb dieser beeindruckenden Mauern vollzogen."

„Cadair Idris, Snowdonia-Nationalpark/Eryri/Wales (52° 42′ 9″ N, 3° 54′ 18″ W)."
„Cadair Idris, Snowdonia-Nationalpark/Eryri/Wales (52° 42′ 9″ N, 3° 54′ 18″ W)."

Natur, Prähistorik und Mythologie

Wales breitet nicht nur das dichteste Burgennetz unseres Planeten (641 Bauwerke) vor Euch aus, sondern auch 1.200 Kilometer Küstenlinie sowie 3 Nationalparks. Die größtenteils unberührte Natur, eine vieldeutige (keltische) Mythologie (in die ich bereits als Kind eingetaucht bin/Rhiannon, Branwen, Blodeuwedd, Arawn) sowie einige prähistorische Highlights gaben für mich den Ausschlag, sämtliche der 4 "Areas of Outstanding Natural Beauty" dieses Landes leibhaftig zu begutachten. Meine Begleiterin wie so oft: Mona-Liza.

"Caernarfon Castle ist - wie beinahe jede walisische Burganlage - Sinnbild für englische Herrschaft in Wales; einem kulturhistorischen Problem, mit dem sich jeder Wales-Reisende zumindest ansatzweise beschäftigt haben sollte (ich kürze an dieser Stelle meine eigenen Aufzeichnungen um ein komplettes Kapitel). Zuletzt wurde die Investitur von Prinz Charles zum Prince of Wales folgerichtig innerhalb dieser beeindruckenden Mauern vollzogen."

Cadair Idris/Cymry, Tall-y-Llyn/Llyn Cau, Gwynedd: von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang...
Cadair Idris/Cymry, Tall-y-Llyn/Llyn Cau, Gwynedd: von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang...

Geröll-lastige Exkursionen, überschreiten der Ziellinie sowie spektakuläre Ausblicke

Im Sowdonia-Nationalpark: der langgezogene Bergrücken von Cader Idris (auch Cadair Idris), einer alten Gebirgskette vulkanischen Ursprungs, kann von Euch komplett bestiegen werden. Startpunkt unserer halbtägigen, teilweise Geröll-lastigen Exkursion war Tal y Llyn, ich empfehle jedoch auch den Aufstieg über den Minffordd Pfad bei Dolgellau, über den wir ebenfalls bis zum Endpunkt gewandelt sind. Jeder der zu erklimmenden 893 Höhenmeter bis zum höchsten Peak (Cader Idris besitzt 5 Gipfel) bieten spektakuläre Ausblicke, für jeden Wales-Urlauber gehören zumindest der halbe - teilweise mit harter Arbeit verbundene - Aufstieg bis zu unserem oben abgebildeten View- (& Picnic-) Point zum Pflichtprogramm.  

"Cymry, Tall-y-Llyn/Llyn Cau, Gwynedd - an epic place to swim indeed." Neben der Besteigung des Snowdon der Höhepunkt einer jeden Wales-Reise: Wandern und Baden in und um Cadair Idris/Lake Llyn Cau...
"Cymry, Tall-y-Llyn/Llyn Cau, Gwynedd - an epic place to swim indeed." Neben der Besteigung des Snowdon der Höhepunkt einer jeden Wales-Reise: Wandern und Baden in und um Cadair Idris/Lake Llyn Cau...

Driften bei 8 Grad Wassertemperatur, Beobachtung subtiler Wechselspiele und immer wieder neu skizzierte Bergflanken

Einer der genialsten Momente während Eurer zukünftigen Wales-Exkursion: das Auspacken Eurer Badehose am Ufer des llyn Cau, inmitten des Cader-Idris-Kraters. Driften bei 8 Grad Wassertemperatur im Mai, umgeben von 400 Meter hohen, im Wechselspiel zwischen Sonne und Wolken immer wieder neu skizzierten Bergflanken. Beautiful!   

Am Westufer des Llyns ergießt sich ein kleiner, steiniger Strand in die winzigen Wellen des 13 Meter tiefen Gewässers. Wagt Ihr den entscheidenden Sprung, dann an dieser Stelle...

Diesmal nicht mit einem meiner Roadster unterwegs, dennoch haben wir Stonehenge erreicht. In Wales werdet Ihr übrigens (gerade in den Monaten Mai bis September) verstärkte Sportwagen-Frequenz vorfinden...
Diesmal nicht mit einem meiner Roadster unterwegs, dennoch haben wir Stonehenge erreicht. In Wales werdet Ihr übrigens (gerade in den Monaten Mai bis September) verstärkte Sportwagen-Frequenz vorfinden...

“The language itself, whether you speak it or not, whether you love it or hate it, is like some bewitchment or seduction from the past, drifting across the country down the centuries, subtly affecting the nations sensibilities even when its meaning is forgotten.”
Jan Morris, Wales: The First Place

Stonehenge im seitlichen Rückfenster unseres Miet-Sportcoupes (rechts, Fahrerseite)...
Stonehenge im seitlichen Rückfenster unseres Miet-Sportcoupes (rechts, Fahrerseite)...

Das Einfallstor: immer wieder Stonehenge oder Beginn der aktuellen Reise

Das walisische Einfallstor wurde von mir diesmal - ausgehend von London über Amesbury (England) - über den Bristolkanal (Severn-Brücke) nach Süden verlagert. In der Vergangenheit steuerte ich das Land immer wieder über das nördlich gelegene Liverpool - südlich des Mersey - an, um mir u.a. eine Begegnung der Englischen Premier League zu Gemüte zu führen...direkt im Ballungsraum der Fankultur im Mutterlands des Fußballs, völlig entspannt, abseits meines Heimatvereins Eintracht Frankurt oder meiner eigenen Sport-Community weiterlesen>>>

In der walisischen Grafschaft Monmouthshire besuchten wir schließlich - selbstverständlich - so schnell wie möglich Tintern Abbey, unweit der südlichen Grenzlinie England/Wales im Wye Valley. Nach Eintauchen in die Mystik der verfallenen Abtei, die uns leider nur 3 Stunden in Anspruch nahm, legten wir schließlich einen Abstecher bei Chepstow Castle ein, der ältesten, steinernen Burg Großbritanniens (11. Jahrhundert, auf einer Klippe gelegen, direkt über dem River Wye). 

Welcome to Wales - dieses Schild (in meiner Sammlung der Begrüßungs-Etikette unter den Top 20) passiert Ihr unmittelbar nach Eurer Überquerung des Bristolkanals (M48)...
Welcome to Wales - dieses Schild (in meiner Sammlung der Begrüßungs-Etikette unter den Top 20) passiert Ihr unmittelbar nach Eurer Überquerung des Bristolkanals (M48)...

Ziel britischer Maler und Poeten des 18. und 19. Jahrhunderts. Das erste Highlight

Überquert Ihr den River Severn (über die M48), der sich in seinem Mündungsgebiet zum Bristolkanal entwickelt und als Grenzfluss zwischen England und Wales fungiert, wartet bereits nach wenigen Kilometern mit Bulwark das Einfallstor zu einem ersten, großen Highlight auf Euch: Tintern Abbey, ein halb verfallenes, mich an die Kathedrale von Elgin in Schottland weiterlesen>>> erinnerndes (einst mit efeuüberwucherten, heute blank in den Himmel aufragenden, riesigen gotischen Fenster-Portalen) höchst sehenswertes Abtei-Gemäuer. Über Chepstow (A466) tretet Ihr in das Wye Valley ein, einem der 4 "Areas of Outstanding Natural Beauty in Wales". 

Ziel britischer Maler und Poeten des 18. und 19. Jahrhunderts und erstes, großes Ziel Eurer eigenen - möglicherweise unmittelbar - bevorstehenden Wales-Reise: Tintern Abbey...
Ziel britischer Maler und Poeten des 18. und 19. Jahrhunderts und erstes, großes Ziel Eurer eigenen - möglicherweise unmittelbar - bevorstehenden Wales-Reise: Tintern Abbey...

Das Flüsschen Wye, das Euch auf Eure Fahrt schlängelnd durch das bewaldete, teilweise felsige Tal in Richtung Norden begleitet, bietet Euch zunächst 2 Viewpoints direkt über seinem Verlauf an (Eagle´s Nest und Wintour´s Leap), ehe Ihr Tintern Abbey erreicht. Die  Klosterruine (1131 von Zisterziensern gegründet) erhebt sich nach 20 minütiger, gemütlicher Fahrt über die A466 aus einer grasbewachsenen, bei unserer Ankunft im dichten Nebel liegenden Ebene (Ebene von Dean Forest) rechter Hand empor. Ist der Parkplatz unmittelbar vor...

Diese beiden Fotografien Tintern Abbeys habe ich den Mitarbeitern meines Unternehmens - nach Beendigung meiner Reise - zeitnah (innerhalb von 5 Tagen) per Hochglanz-Ausdrucke in Posterformat verpasst...
Diese beiden Fotografien Tintern Abbeys habe ich den Mitarbeitern meines Unternehmens - nach Beendigung meiner Reise - zeitnah (innerhalb von 5 Tagen) per Hochglanz-Ausdrucke in Posterformat verpasst...

...Tintern Abbey belegt (oder möchtet Ihr etwas Geld sparen, denn jede Art von Besichtigung im Vereinten Königreich - ich wiederhole diesen Umstand immer wieder - ist extrem kostspielig), eröffnet sich evtl. eine Parkmöglichkeit vor dem gegenüber der Abtei (etwas erhöht gelegenen) Restaurant, jenseits der A466.

Die gotische Kirche in Kreuzform (unten rechts): das Mittelschiff mit den beiden Seitenschiffen ist der Champion Eurer Exkursion, hier dürftet Ihr während Eures Aufenthaltes die meiste Zeit verbringen. Den Kreuzgang und die Mönchsunterkünfte nördlich der Gotteshauses sind interessant, stehen jedoch im Schatten der erstgenannten Besichtigungspunkte...

Und diese beiden Exemplare folgten - unter anderem - zu Weihnachten mit dem handschriftlichen Vermerk: "Visit Wales"!
Und diese beiden Exemplare folgten - unter anderem - zu Weihnachten mit dem handschriftlichen Vermerk: "Visit Wales"!

Wandelt durch Tintern Abbey, lasst Euch von Geschichte und Bauwerk beeindrucken; was nicht besonders schwierig ist, da Euch 400 Jahre Baugeschichte - und anschließender, Jahrhunderte andauernder Verfall - auf jeden Quadratmeter begleiten. Wertet Kunst und gesehene Wirklichkeit aus, vergleicht Werke von Frederick Calvert ("South Window") und Peter van Lerberghe ("Interior by moonlight") mit der von Euch in der Abtei vorgefundenen und erlebten Realität. Auf Tafeln gedruckte, historische Abrisse sind mehrsprachig, Ihr findet sie auch auf Deutsch vor.   

Perspektive A (Flüsschen Wye, l.) & B (direkt aus dem Abbey-Restaurant, r.) auf den 1. Höhepunkt Eurer zukünftigen Wales-Reise...
Perspektive A (Flüsschen Wye, l.) & B (direkt aus dem Abbey-Restaurant, r.) auf den 1. Höhepunkt Eurer zukünftigen Wales-Reise...
Tintern Abbey in Monmouthshire - MMS ist die südöstlichste Grenz- (zu England) und zugleich eine der dreizehn traditionellen walisischen Grafschaften...
Tintern Abbey in Monmouthshire - MMS ist die südöstlichste Grenz- (zu England) und zugleich eine der dreizehn traditionellen walisischen Grafschaften...

Tintern Abbey: meine Beobachtungspunkte (oben): östliche Querfront Klosterkirche und jene Mönchsunterkünfte, die sich in nördlicher Richtung um den reinen Kirchenkomplex ausbreiten...

 

Dichtestes Burgennetz der Welt: Castle folgt Castle folgt Castle folgt...

Unser nächstes Ziel stellte bereits Caerphilly Castle nördlich von Cardiff dar. Caerleon Castle, eine stark verfallene Burganlage im westlichen Stadtgebiet von Newport, fiel unserem zeitaufwändigen Besuch Tintern Abbeys zum Opfer, dem sich auch ein ausgedehntes Gespräch mit einem älteren, englischen Besucherpaares im gemütlichen Abbey-Restaurant anschloss, das der Klosteranlage unmittelbar vor dem Parkplatzt vorgelagert ist. 

 

Caerphilly Castle ist nach Windsor Castle das zweitgrößte Burggemäuer Großbritanniens und von künstlich angelegten Seen umgeben. Die imposante, zwischen 1268 - 1271 erbaute Anlage ist mit zwei Ringmauern und einer ganzen Reihe von Türmen ausgestattet, die im 13. Jahrhundert seinesgleichen suchte und als Vorbild weiterer Burgen-Exemplare in Nordwales diente.

 

9 Kilometer nordwestlich von Cardiff liegt - etwas unscheinbar an einen Berghang - Castell Coch (der Name der Anlage steht im walisischen für "Rote Burg"), eine kompakte, auf mich märchenhaft wirkende Burgarchitektur (eine meiner Favoriten in Wales) mit Torhaus, Zugbrücke und 3 Türmchen. Die Balkongeländer im Innern der Anlage sind rotfarben - die im Innern auf Euch wartenden, ganze 4 Räume (Castell Coch wurde als Sommerresidenz errichtet) sind über und über mit kostbaren Mobiliaren, üppigen Wandmalereien und verzierten Deckengewölben ausgestattet.    

 

Magisch: Gower!

Die im Gegensatz zu Cardiff architektonisch wunderschöne Stadt Swansea hat eine ganze Bandbreite an Sehenswürdigkeiten zu bieten, neben Oystermouth Castle empfehle ich einen Ausflug zur westlich gelegenen Gower-Halbinsel (Natur pur!), auf der wir einen kompletten Abend (inkl. einem Drittel der folgenden Nacht) zugebracht haben. Unser Hotel in Swansea diente uns, der simplen Mathematik unserer Reiseplanung folgend, also als Übernachtungspunkt Nummer 1 auf dieser Reise. Aufgrund unseres langanhaltenden, völlig unbeschwerten Aufenthaltes auf Gower verzichteten wir übrigens auf einen anberaumten Besuch des Brecon-Beacon-Nationalparks, der ebenfalls mit hohem Unterhaltungswert auf jeder Wales-Reise aufwartet...

Das ist der verbliebene Rest von Pennard Castle auf Gower: Am Fuße des ruinösen Gemäuers legten wir ein Picknick ein, anschließend streiften wir durch das sich unterhalb anschließende, sich spektakulär ins Meer ergießende Tal...
Das ist der verbliebene Rest von Pennard Castle auf Gower: Am Fuße des ruinösen Gemäuers legten wir ein Picknick ein, anschließend streiften wir durch das sich unterhalb anschließende, sich spektakulär ins Meer ergießende Tal...
Der Abstieg von Pennard Castle ist recht steil: Verirrt Ihr Euch nach Gower, besucht dieses Tal unterhalb unseres Picknick-Areals. Seid Ihr besonders mutig, dringt Ihr sogar bis zu dem in der Ferne schimmernden Strand vor...
Der Abstieg von Pennard Castle ist recht steil: Verirrt Ihr Euch nach Gower, besucht dieses Tal unterhalb unseres Picknick-Areals. Seid Ihr besonders mutig, dringt Ihr sogar bis zu dem in der Ferne schimmernden Strand vor...

Die Gower-Halbinsel ist eine weitere "Area of Outstanding Natural Beauty in Wales" und hat uns einige Stunden gefangen genommen. Erst nach 2 Uhr nachts kehrten wir von Pennard Castle, dem Höhenzug Cefn Bryn, Rhossili Down (mit dem höchsten Punkt der Halbinsel, dem 193 Meter hohen Beacon), dem Megalithgrab von Park Cwm, der Rhossili Bay und der beeindruckenden Three Cliffs Bay in unser in Swansea gelegenes Hotel zurück. Vorsicht ist auf den engen Straßen von Glower angesagt. Die meisten Punkte der Halbinsel sind auch aus diesem Grund von zahlreichen Parkplätzen aus über Wanderwege erreichbar.

...enthält Werbung

Spektakuläre Felskulisse, überdimensionaler Strand sowie einzigartige Architektur und Farbkomposition: mediterrane Wikinger- und Normannenstadt Tenby

Tenby (4.800 Einwohner) liegt auf einem Felsen über der Carmarthen Bay im walisischen Osten mit atemberaubendem Blick auf Castle Beach. Die Felskulisse, aber auch das mittelalterliche Stadtbild mit engen Gassen, Stadtmauern und Türmen haben uns dazu veranlasst, in dieser faszinierenden Wikinger- und Normannenstadt unser nächstes Quartier aufzuschlagen (sämtliche Übernachtungen waren bereits - wie 80% meiner Hotels auf allen Reisen - von zu Hause aus über booking.com gebucht). Auch die Erreichbarkeit von zwei großartigen Burganlagen (Manorbier - und Carew Castle), die wir noch vor unserem Eintreffen in Dinbych-y-pysgod (der walisische Name Tenbys) besichtigten, trugen zu unserer Entscheidung bei, die uns atemberaubende Stunden in und um Tenby bescherten. 

 

Der gigantische Strand Tenbys teilt sich unterhalb jener Stelle, an der Mona (auf dem Foto unten) auf dem Atlantik nach Wikinger-Schiffen Ausschau hält (umgeben von typischem Mauerwerk, das den steilen Weg von Stadt zu Strand säumt), in zwei Teile: North- und (wie sollte es anders sein) South Beach. Die vorgelagerte Insel St. Catherine (auf dem zweiten Foto unten links, hier von Nebel umhüllt) kann vom feinsandigen Strand bei Ebbe mit hochgekrempelten Hosen durchaus zu Fuß erreicht werden, auf Caldey Island dagegen könnt Ihr den ganzen Tag vom Hafen aus nur mit Unterstützung eines Bootes anlanden.

 

...italienisch, toskanisch: über Klippen aufragende Häuser und eiskalte Brandungswellen

Das Ambiente der Stadt wirkte auf mich italienisch, toskanisch - nicht nur wegen den überall anzutreffenden Eiscafés und Pizzerien (das kulinarische Angebot ist riesig und international -  wir kehrten am Abend in ein chinesisches Restaurant ein). Mein Eindruck gründete auf Architektur und Farbkomposition der über den Klippen aufragenden Häuser, auf exotische Flora und dem für Großbritannien ungewöhnliche Zugang zum Meer: Ihr dürft über verwinkelte, steile Treppen balancieren, an kleinen Stein-Erkern vorbei regelrecht in die Tiefe hinabsteigen, um zu dem zu jeder Jahreszeit eiskalten Wasser zu gelangen.

Tenby ist eine Touristenstadt mit sehr vielen (Nobel-) Hotels, Ihr werdet also von einigem Trubel umgeben sein, wenn Ihr Tenby Castle, St. Mary Church, den Barbican Tower oder das Tudor Merchant´s House besucht.  

"Tenby Nort Beach (51° 40′ 17″ N, 4° 41′ 58″ W)."
"Tenby Nort Beach (51° 40′ 17″ N, 4° 41′ 58″ W)."
Tenby South Beach - links die vorgelagerte Insel St. Catherine, die bei Ebbe druchaus mit hochgekrempelten Hosen zu Fuß erreicht werden kann...
Tenby South Beach - links die vorgelagerte Insel St. Catherine, die bei Ebbe druchaus mit hochgekrempelten Hosen zu Fuß erreicht werden kann...

Das geschichtlich hochinteressante, mediterrane Tenby hat mich auch mit seiner Architektur und Farbkomposition beeindruckt. Während die städtebauliche Komposition Assoziationen mit südlichen Metropolen weckte, erinnerte mich der riesige, zweigeteilte Strand vage an Inch Beach auf der Dingle Peninsula in Irland >>>weiterlesen  

Trutzige Burganlagen und verwunschene Gärten

Manorbier Castle und Carew Castle befinden sich in Reichweite Tenbys und stellen attraktive Ausflugsziele dar: Erstgenannte Anlage (7 Kilometer östlich von Tenby) ist eine normannische Burg aus dem 11. Jahrhundert und in einen leicht verwunschenen Garten eingebettet, das große, trutzige Carew Castle (liegt 8 Kilometer nördlich von Tenby) wurde 1270 erbaut und war für uns von Tenby aus nur schwierig (über enge Straßen) zu erreichen. Die Besichtigung Carew Castles war ein Highlight unseres Abenteuers und gehört meiner Meinung nach ebenfalls zum Pflichtprogramm einer jeden Wales-Reise, alleine das umherschlendern auf dem ausgedehnten Rundweg um die Festungsanlage - im östlichen Mündungsbereich des Carew River in den Milford Haven gelegen, direkt am Mill Pond (Lake) - belohnt die erschwerte Anfahrt. 

Manorbier Castle (links) und Carew Castle (Mitte und rechts) sind 2 Burganlagen, die Ihr von Tenby aus in weniger als 10 Kilometern erreichen könnt...
Manorbier Castle (links) und Carew Castle (Mitte und rechts) sind 2 Burganlagen, die Ihr von Tenby aus in weniger als 10 Kilometern erreichen könnt...

Westlichste und kleinste Stadt Großbritanniens: St. Davids 

Die nächste Sehenswürdigkeit erreichen wir, wenn wir uns von Tenby aus über das sehenswerte Naturgebiet um Lily Ponds mit seinem großartigen Strand "Broad Haven South Beach" in den äußersten Westen von Wales begeben, und zwar in die westlichste Stadt des gesamten Landes, nach St. Davids. Mit 1.800 Einwohnern ist St. Davids die kleinste Stadt Großbritanniens, was sie den Spielregeln entsprechend der Tatsache verdankt, das sie eine Kathedrale beherbergt. Eine Besichtigung der Kathedrale (12. Jahrhundert) empfehle ich Euch ausdrücklich, sie ist die größte in Wales. Gegenüber des Geländes befinden sich die Ruinen des College of St. Mary (gegründet 1377) sowie des Bischofspalastes (14. Jahrhundert). Innerhalb der Kirche ist Fotografieren übrigens nur gegen eine höhere "Gebühr" möglich. Ich deklarierte meine Ausgabe als "Spende" und übergab sie Joanna Penberthy (recherchiert selbst) persönlich!        

Kathedrale St. Davids - ich deklarierte eine kleinere Banknoten-Ausgabe als "Spende" und übergab sie Joanna Penberthy persönlich...
Kathedrale St. Davids - ich deklarierte eine kleinere Banknoten-Ausgabe als "Spende" und übergab sie Joanna Penberthy persönlich...

St. Davids ist nicht nur die westlichste Stadt von Wales, sondern auch die kleinste Stadt Großbritanniens. Ein Besuch der Kathedrale St. Davids gehört zum walisischen Reise-Pflichtprogramm, auch die Ruinen des College of St. Mary sowie die des Bischofspalastes beeindrucken. Vorsicht beim Fotografieren innerhalb des Gotteshauses! 

 

Von Steinkreisen, Blausteinen und schon wieder Stonehenge

Von St. Davids aus startet Ihr in den Norden in Richtung Preseli Hills. Aus den walisischen Mountains wurden nicht nur die Blausteine für die Errichtung von Stonehenge - 380 Kilometer in Richtung Osten - transportiert, sondern hier in den abgelegenen Hügeln wartet mit Pentre Ifan selbst ein megalithisches Monument erster Güte auf Euren Besuch. Inmitten der Hills, mit Blick auf das weit entfernte Meer, ragt das neolithische Grab-Gebilde mit seinem riesigen Deckstein in träumerischer Natur in den Himmel: Schafe weiden auf den Feldern rings um das Monument, Gras weht im seichten Wind von West nach Ost. Wir waren die einzigen Besucher während unseres 2 stündigen Aufenthaltes an dieser historischen Stätte (der Zutritt ist übrigens gratis), der ich das Prädikat unbedingt Besuchen anhefte.  

Sehenswert sind in der Hügelkette der Preseli-Berge auch der Steinkreis von Meini Gwyr und Foel Cwmcerwyn, der höchste Punkt der Mountains (inkl. Steinfiguren und trigonometrischem Punkt). Das Material für Stonehenge, das aus den Preseli Hills stammt, wurden übrigens aus einem Steinbruch an der Nordseite der Hills gebrochen, und zwar aus den Formationen Carn Goedog und Craig Rhos-y-felin. Die Blausteine von Stonehenge bestehen aus Dolreit und Rhyolit, einem vulkanischen Gestein, auf das Ihr an besagten Stellen während eines eigenen Besuchs in Massen treffen werdet.

Von Pentre Ifan ging es für uns über die A487 an der Küste entlang nach Aberystwyth. Mit 13.000 Einwohnern eine für walisische Verhältnisse bereits größere Ansiedlung, bietet das offizielle Seebad eine eigene Universität, ein verfallenes Castle und eine hübsche, ganze 3 Kilometer lange Uferpromenade mit großer, touristischer Infrastruktur. Die Cliff Railway, eine Standseilbahn, die einem Touristenzug sehr ähnlich sieht, bewegt sich langsam auf einen der 3 Aussichtshügel über die sehenswerte Stadt. Außerdem beherbergt Aberystwyth die Nationalbibliothek von Wales.

Mir hat in diesem Städtchen das typisch britische Häuserensemble ausgesprochen gut gefallen, bunt (vor allem rot) bemalte Häuser mit zuweilen kleinen Erkern neben und über den Eingangstüren. Unser weiterer Weg führte uns nach Besichtigung des Seebades 20 Kilometer weiter in den Osten, wo wir in einer exklusiven, kleinen, im Second Empire-, Stick- und Folk Victorian-Style eingerichteten Unterkunft übernachteten. Eine phantastische, sternenklare Nacht mit unvergesslichem Ausblick auf die südlichen Ausläufer der Bergwelt des Snowdonia Nationalparks.    

...im Second Empire-, Stick- und Folk Victorian-Style eingerichtete Unterkunft. Eine phantastische, sternenklare Nacht mit unvergesslichem Ausblick auf die südlichen Ausläufer des Snowdonia Nationalparks!
...im Second Empire-, Stick- und Folk Victorian-Style eingerichtete Unterkunft. Eine phantastische, sternenklare Nacht mit unvergesslichem Ausblick auf die südlichen Ausläufer des Snowdonia Nationalparks!

 

Spektakulärer Hochgebirgscharakter. Endlich. Snowdonia!

Der nächste Tag bescherte uns weiterhin einen klaren, beinahe wolkenlosen Himmel. Erstklassiges Wetter war die Voraussetzung für die Umsetzung unseres Vorhabens, den langgezogenen Bergrücken von Cader Idris (auch Cadair Idris), einer uralten Gebirgskette vulkanischen Ursprungs, komplett zu besteigen. Startpunkt unserer halbtägigen, teilweise Geröll-lastigen Exkursion war Tal y Llyn, empfehlenswert ist jedoch auch der Aufstieg über den Minffordd Pfad bei Dolgellau, den wir uns ebenfalls angesehen haben.

Jeder der zu erklimmenden 893 Höhenmeter bis zum höchsten Peak (Cader Idris besitzt 5 Gipfel!) boten während unserer Exkursion spektakuläre Perspektiven, für jeden Wales-Urlauber ist zumindest der halbe - teilweise mit harter Kraxel-Arbeit verbundene - Aufstieg bis zu den unten abgebildeten Punkten Pflicht!

Fotos von meinen Füssen habe ich auf meinen Reisen unzählige angefertigt. Aber viel zu wenige von unserem Aufstieg auf Cader Idris: Chair of Idris´, Tall-y-Llyn/Llyn Cau, Gwynedd...
Fotos von meinen Füssen habe ich auf meinen Reisen unzählige angefertigt. Aber viel zu wenige von unserem Aufstieg auf Cader Idris: Chair of Idris´, Tall-y-Llyn/Llyn Cau, Gwynedd...

Der scharfe Grat des Cader Idris, aber auch die Moränenstauseen wie der Tall-y-Llyn (von dem der gleichnamige Wanderweg hinauf nach Cader Irdis führt) und Llyn Cau verleihen der Region im äußersten Süden des Snowdonia-Nationalparks spektakulären Hochgebirgscharakter. Seid Ihr zu Fuß nicht allzu agil unterwegs, empfiehlt sich der kürzeste Weg auf einen der Gipfel (Fox´s Path) oder der mit der geringsten Steigungsquote (Pony Track), beide von Dolgellau ausgehend.

Am Fuße des Cader Idris, etwas versteckt auf einem Felsplateau im oberen Dysynni Valley, liegen die Reste des Castell y Bere, einer Burganlage, von der lediglich die Grundmauern und niedrige Reste der Türme aus dem grünen Boden sprießen. Ich empfand die Anlage ideal für ein Picknick, die Infrastruktur am Startpunkt des Minffordd Pfades (Steinhäuser, Picknik-Platz und Sanitäre Einrichtungen) stellt jedoch die komfortablere Lösung dar.     

Kein Vergleich zu Aufstiegen auf den Kilimandscharo (Tansania), Trolltunga (Norwegen) oder weiterer Hügel in den Anden oder im Himalaya. Cader Idris wird Euch dennoch ein wenig beanspruchen und in Atem halten...
Kein Vergleich zu Aufstiegen auf den Kilimandscharo (Tansania), Trolltunga (Norwegen) oder weiterer Hügel in den Anden oder im Himalaya. Cader Idris wird Euch dennoch ein wenig beanspruchen und in Atem halten...
...über Stock und Stein: Cader Idris!
...über Stock und Stein: Cader Idris!
Steile Passagen mit Wurzelwerk erfordern höchste Konzentration. Schotterpisten dagegen erleichtern die Besteigung der Cader Iris-Gebirgskette. So sehen Eure Möglichkeiten auf halber Höhe aus...
Steile Passagen mit Wurzelwerk erfordern höchste Konzentration. Schotterpisten dagegen erleichtern die Besteigung der Cader Iris-Gebirgskette. So sehen Eure Möglichkeiten auf halber Höhe aus...

Werbung

Herumkraxeln am langgezogenen Bergrücken von Cader Idris: Ein Highlight meiner aktuellen Wales-Reise...
Herumkraxeln am langgezogenen Bergrücken von Cader Idris: Ein Highlight meiner aktuellen Wales-Reise...

 

PKW fahren in Wales - praktische Tipps

Linksverkehr, Gangschaltung auf der ungewohnten, linken Seite. Auch Bedienelemente wie Scheibenwischer und Blinker sind aus kontinentaleuropäischer Sicht spiegelverkehrt angeordnet. Vorsicht! Als Führerscheininhaber aus Zentraleuropa solltet Ihr jedoch schnell in der Lage sein, wesentliche Elemente in und außerhalb Eures Wagens zu kontrollieren. 

Macht Euch auf dem Parkplatz Eures Mietwagen-Partners mit Eurem Fahrzeug  vertraut, dreht einige Runden auf dem Gelände. Bereits wenige Kilometer nach Fahrtantritt solltet Ihr in der Lage sein, Euren Trip problemlos über die Runden zu bringen (achtet auf die Roundabouts, die Kreisel. Das Befahren der ersten Exemplare sollte langsam angegangen werden). Auch während meiner beiden ersten Großbritannien-Reisen (England) fiel meine Mietwagen-Wahl auf Fahrzeuge mit Schaltgetriebe. Ich rate seitdem von jeder Kostenersparnis an diesem Punkt ab. Bei einem Mietwagen in Großbritannien und Irland immer die Variante "Automatik-Getriebe" wählen. Die Balance der Wagenposition auf der Straße ist aus meiner Sicht das größte Problem. Fahre ich zu weit links, kann es scheppern. Orientiert Euch gerade zu Beginn Eurer Reise am Mittelstreifen oder - bei einspurigen Straßen - am rechten Rand statt an den Abständen linker Hand.  

Closed today - auch in Wales senkt sich leider nicht zu oft das Dach eines Cabrios darnieder...
Closed today - auch in Wales senkt sich leider nicht zu oft das Dach eines Cabrios darnieder...

Wehrhafte Burgenarchitektur mit geradliniger Geometrie: Paradebeispiel einer möglichen Spielzeugburg für Kinder

Harlech Castle in Gwynned (zusammengebaut zwischen 1283-1289) hat mich zunächst aufgrund seiner Lage beeindruckt: auf einer zu 3 Seiten steil abfallenden Klippe (Harlech Dome), thront die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Burg über das attraktive  Marschgebiet Morfa Harlech. Eine kurze Wanderung vom Parkplatz vor Harlech Castle hinab ins 61 Meter tiefer liegende Tal ist ebenfalls lohnenswert, da Ihr aus dieser, nicht von vielen Besuchern erwanderten Perspektive einen großartigen An- und Ausblick auf die Burganlage genießt. Der Weg ins westlich gelegene Tal ist verschlungen, belohnt jedoch auch mit Zutritt zum nördlich von Harlech gelegenen National Nature Reserve mit seinen beeindruckenden Sanddünen, die sich schließlich im äußersten Norden des Küstengebietes über ganze 6 Quadratkilometer erstrecken. Startet Ihr vom Parkplatz des Castles, müsst Ihr Euch auf Eurem Weg in die Dünen allerdings an einem Golfplatz sowie einem Caravan-Park vorbeizwängen. Das Meer befindet sich übrigens vom Castle selbst in 1,5 Kilometer Entfernung.  

Harlech Castle gilt als herausragendes Beispiel wehrhafter Burgenarchitektur und hat mich auch durch seine geradlinige Geometrie angesprochen: klare Linien, kompakte, (wehrhaft-) effektive Bauweise. Harlech Castle machte auf mich den Eindruck einer nahezu perfekten, aber auch idealisierten Wehranlage. Nahezu perfekt... Harlech Castle ist mir bereits während unserer Fahrt ins nördlich gelegene Caernarfon als Paradebeispiel einer möglichen Spielzeugburg für Kinder in Erinnerung geblieben. Auch der Ort Harlech ist übrigens äußerst sehenswert:  schlendert durch das sich östlich der Burg ausbreitende, ebenfalls erhöht liegende Kleinstädtchen mit seinen wunderschönen Häusern, in der bereits über 60% der freundlichen Einwohner walisisch sprechen. Betretet die kleinen Lädchen, die sich unweit der Burg an der Hauptstraße aneinander fädeln und lauscht den Gesprächen der Einheimischen, die sich ein wenig stolz in keltischer Sprache austauschen.        

 

Walisisch...

 

ist eine keltische Sprache und in Wales (neben Englisch) Amts- und Schulsprache. Walisisch wir von 750 000 Menschen gesprochen; nähert Ihr Euch dem walisischen Nordwesten, tritt in der Alltags-Kommunikation Englisch hinter dem - offensichtlich sehr vitalen - Walisischen zurück. Obwohl wir vorbereitet waren, war dieser Umstand vor allem in der Region in und um den Snowdonia Nationalpark überraschend. Im äußersten Nordwesten, um die Stadt Caernarfon, ist Walisisch - merklich - sprachliches Haupt- Kommunikations-Instrumentarium. Die offiziellen Zahlen liegen bei 70%, gefühlt wird in diesem Landesteil jedoch von annähernd 90% der Einwohner  Walisisch gesprochen.      

 

Snowdonia-Nationalpark  

 

Der Snowdonia-Nationalpark gehört zu den faszinierendsten Orten, die ich je besucht habe. Da auch Briten aus allen Inselregionen die faszinierenden Bergketten wenigstens einmal in ihrem Leben bereist haben sollten, werdet Ihr im Zentrum des Nationalparks, im Gebiet um den Mount Snowden, niemals wirklich alleine sein. Befindet sich Cader Irdis als großes Highlight bereits im Parkgelände, eröffnet sich Euch das weitläufige, grün-braune Traumland nördlich des Coed y Brenin Forest Parks in seiner ganzer Pracht. Der Nationalpark gehört allerdings zu den niederschlagreichsten Großbritanniens, Capel Curig ist sogar der nasseste Ort des gesamten Königreichs.     

     

     


Eine Karaffe Sherry im holzgetäfelte Foyer: very british und alles andere als budgetsparend

Bevor wir unsere Apartmentwohnung in Caernarfon bezogen, legten wir eine Übernachtung im Castell Deudraeth vor den Toren des walisischen Wunderlandes Portmeirion ein. Ausschlaggebend für unsere Entscheidung, im alles andere als kostengünstigen Castell zu übernachten, war die Nähe zum östlich von Porthmadog gelegenen, im positiven Sinne verrückten Portmeirion.    

Castell Deudraeth, Penrhyndeudraeth LL48 6ER, Wales
Castell Deudraeth, Penrhyndeudraeth LL48 6ER, Wales

Eine Übernachtung im Castell Deudraeth - direkt vor den Toren des walisischen Wunderlandes Portmeirion - ist märchenhaft, aber alles andere als budgesparend. Wagt Ihr die Übernachtung, erwartet Euch ein wahres Spektakel. Wird Euch dagegen eine kleine Karaffe Sherry ("Jerez") im holzgetäfelte Foyer ("very british") gereicht, seid Ihr recht schnell für Eure Nacht in einer der First-Class-Suiten präpariert...     

Werbung    

Booking.com

 

Optische Täuschungen, neues in altem Gewand und pure, florale Exotik

Portmeirion ist ein ab 1925 - und bis 1975 ständig erweitertes - künstlich angelegtes Dorf im mediterran-italienischen Stil. Natürlich steckt in Portmeirion auch ein wenig Tenby - aber die Geschichte des von Sir Bertram Clough Williams-Ellis konzipierten (und mehr oder weniger eigenhändig erbauten) Ortes ist ganz einfach zu faszinierend, um sie mit der Historie eines anderen - in diesem Falle nicht weniger inspirierenden - Ortes zu vergleichen.   

Williams-Ellis (1883–1978) war Architekt und von dem Vorhaben fasziniert, neue Gebäude auf keinen Fall neu, sondern als bereits in Gebrauch erscheinen zu lassen; favorisiert hat dieser außergewöhnliche Mensch, ein Autodidakt wie er im Buche steht, dazu vornehmlich klassische Architektur. Aber nicht ausschließlich, denn in seinem verwirklichten Traum befinden sich auch asiatische Einflüsse. Optische Täuschungen gehören in Portmeirion zum guten Ton, so entpuppte sich exotischer, mir von weitem riesig erscheinender Pflanzenbewuchs als minimalistische Attrappe. Williams-Ellis ließ auch alte, einsturzgefährdete Gebäude ab- und in Portmeirion wieder aufbauen, herausgekommen ist ein in zahlreichen Filmen festgehaltenes, erstaunliches Ensemble.

Portmeirion präsentiert sich als traumhaftes, künstlich angelegtes Dorf im mediterran-italienischen Stil. Erinnerungen an Tenby werden wach. Das Areal war auch Kulisse zahlreicher Fernsehproduktionen...
Portmeirion präsentiert sich als traumhaftes, künstlich angelegtes Dorf im mediterran-italienischen Stil. Erinnerungen an Tenby werden wach. Das Areal war auch Kulisse zahlreicher Fernsehproduktionen...

Portmeirion Pottery übrigens, 1960 in Portmeirion von Williams-Ellis Tochter Susan gegründet, ist ein weltweit bekanntes Unternehmen, das Essgeschirr sowie Tafel- und Küchenzubehör herstellt. Alleine im englischen Stoke-on-Trent beschäftigt Portmeirion über 500 Mitarbeiter, beliebte Motive auf Essgeschirr (Monika besaß bereits vor unserer Reise mehrere Geschirrsätze) sind (exotische) Pflanzen und Fruchtzeichungen.

 

Achtung: orkanartige Winde und nicht vollumfänglich aufrecht stehende Mauern und Türme

Auf halber Strecke zwischen Portmeirion und Caernarfon liegt an der windstarken (!) Cardigan Bay Criccieth Castle. Diese auf luftiger Höhe errichtete Burg lädt mit einem liebenswert arrangierten, kleinen Museum zur Einkehr ein, wir hielten uns bei stürmischem Wind beinahe eine volle Stunde zwischen den nicht vollumfänglich aufrecht stehenden Mauern und Türmen auf. In der Nähe des als Burgruine deklarierten Castles befindet sich direkt an der Straße nach Caernarfon ein Küsten-Friedhof mit sehenswerten Grabsteinen (siehe Foto links  im Slider). Die kleine Stadt Criccieth ist ein vor allem bei älteren, britischen Touristen beliebter Küstenort; wunderschöne, viktorianische Steinhäuser - an der Uferstraße ausgiebig in bunten Farben bemalt - zieren das überschaubare Stadtbild. Criccieth ist das Einfallstor zur Lyn-Peninsula (Lleyn-Halbinsel), einer unbedingt besuchenswerten, 50 Kilometer in die irische See hineinragende Landmasse, auf deren Besichtigung wir jedoch wegen unserer umfangreichen Folgeprogramms diesmal verzichten mussten.      

 


Reißende Ströme und Hochwasser im Minutentakt: Britisches Wetter im Snowdonia-Nationalpark

Unsere Apartmentwohnung in Caernarfon (Übernachtungen 5 und 6) erwies sich als idealer Ausgangspunkt für unsere nun folgenden Exkursionen in den Snowdonia-Nationalpark. Zunächst jedoch eine Warnung: bereist Ihr Snowdonia, entdeckt Ihr an (öffentlichen) Gebäuden immer wieder "Wanted"-Plakate - im Stile jener Filme, die im Westen der neuen Welt angesiedelt sind. Hier handelt es sich beinahe ausnahmslos um Touristen, die während ihrer Wanderungen Witterung und eigene Möglichkeiten unter- bzw. überschätzt haben. In Snowdonia sterben pro Jahr sehr viele Menschen...

Wenn Ihr nach Snowdonia aufbrecht, unterschätzt nicht das zumeist miserable Wetter; alleine die starken Winde, die von der Irish Sea mit in Richtung Mount Snowdon wehen, können Eure Aktivitäten zu jeder Zeit in eine kritische Schieflage bringen. Ich habe winzige Rinnsale registriert, die sich innerhalb weniger Minuten in reißende Ströme verwandelt haben. Habt Ihr gar vor, Mount Snowdon zu besteigen, bewältigt dieses Abenteuer nur bei Sonnenschein. Hier einige Fotos, die Euch Einblick in die Unberechenbarkeit der Naturgewalten gewähren.

Snowdonia-Nationalpark (52° 54′ 0″ N, 3° 51′ 0″ W). "Nid aur yw popeth melyn" (everything that is yellow is not gold - ein altes, walisisches Sprichwort). Tatsächlich?
Snowdonia-Nationalpark (52° 54′ 0″ N, 3° 51′ 0″ W). "Nid aur yw popeth melyn" (everything that is yellow is not gold - ein altes, walisisches Sprichwort). Tatsächlich?
Am Fuße des Snowdon: Llyn Llydaw (53° 4′ 7″ N, 4° 2′ 50″ W)...
Am Fuße des Snowdon: Llyn Llydaw (53° 4′ 7″ N, 4° 2′ 50″ W)...
Mona-Liza am Fuße des Snowdon. Hurry - Regen im Anmarsch...
Mona-Liza am Fuße des Snowdon. Hurry - Regen im Anmarsch...
Dunkle Wolken über Snowdonia bzw. reißende Ströme - über und direkt neben uns. Im Hintergrund das riskant positionierte Zelt der unten erwähnten Backpacker aus Skandinavien...
Dunkle Wolken über Snowdonia bzw. reißende Ströme - über und direkt neben uns. Im Hintergrund das riskant positionierte Zelt der unten erwähnten Backpacker aus Skandinavien...

Dieses Foto entstand am verregneten, frühen Morgen, das tranfarben-grüne Zelt am Flüsschen  hinter mir wurde von schwedischen Backpackern am Abend zuvor - bei bestem Wetter -  errichtet. Zum Zeitpunkt des Zeltaufschlages stellte dieses Gewässer ein - wie oben beschriebenes - Rinnsal dar, die Behausung befand sich ein gutes Stück vom eiskalten Nass entfernt. Auf dem Foto links unten erkennt Ihr, wie sich der Bach - selbst im Laufe meiner Unterhaltung mit dem bei meinem Eintreffen noch schlafenden, schwedischen Paar - innerhalb von 15 Minuten entwickelte.   

Unberechenbare Naturgewalt und alles andere als rastlose Fauna. Ein typischer Tag in Snowdonia. Eine alte, walisische Weise: "Hir yw pob ymaros" - all waiting is long. Wann hört der Regen auf?
Unberechenbare Naturgewalt und alles andere als rastlose Fauna. Ein typischer Tag in Snowdonia. Eine alte, walisische Weise: "Hir yw pob ymaros" - all waiting is long. Wann hört der Regen auf?

Uferlos: aus dem Rinnsal ist über Nacht ein Fluss - und schließlich (bei strömenden Regen) am frühen Morgen, innerhalb von Minuten, ein reißender Strom geworden. Bei Verabschiedung unserer schwedischen Kollegen war am Wegesrand kein Campingplatz mehr vorhanden. Leib und Zelt konnte - just in time - in Sicherheit gebracht werden. Vorsicht in Snowdonia!

Enge Straßen schlängeln sich durch den Snowdonia Nationalpark, in der Region um den Mount Snowdon werden Erinnerungen an das schottische Glen Coe (Highlands) wach weiterlesen>>>

Der Gipfel Eurer Reise, hier aus meinem Social-Media-Feed: "One of my favourites in Europe: standing on misty Mt. #Snowdon (53 4′8″N,4°4′32″W) #Wales #Cymru #Snowdonia at -7 degrees #visitwales"...
Der Gipfel Eurer Reise, hier aus meinem Social-Media-Feed: "One of my favourites in Europe: standing on misty Mt. #Snowdon (53 4′8″N,4°4′32″W) #Wales #Cymru #Snowdonia at -7 degrees #visitwales"...

Bei Kälte um den Gefrierpunkt stehen wir auf dem Gipfel des Snowdon (1085 Meter). Allerdings nicht, wie ursprünglich geplant, per Bergtour vom Startpunkt Llanberis aus, sondern mit Hilfe der vom gleichen Punkt aus startenden Bergbahn. Sämtliche Bergsteigerträume fielen an diesen Koordinaten im wortwörtlichen Sinne ins Wasser. Die Bergbahn ist übrigens die einzige Zahnradbahn Großbritanniens, die Rückfahrt unserer Klettertour planten wir - unabhängig von den Witterungsbedingungen - sowieso per Fahrt mit der Snowdon Mountain Railway. 

 

Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch und Beaumaris auf Anglesey

Von Caernarfon aus starteten wir nicht nur auf die nördlich gelegene Insel Anglesey (die nächste "Area of Outstanding Natural Beauty in Wales") mit seiner prähistorischen Grabanlage Bryn Celli Ddu (3000 v. Chr.), sondern besichtigten auch den Bahnhof der Stadt Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch (siehe Fotos ganz unten). Auf Anglesey müsst Ihr Euch unbedingt Beaumaris Castle (siehe Fotos am Ende dieses Reiseberichts) ansehen, ein Bauwerk, dessen gemütliche Inspektion für mich zu den schönsten Erlebnissen unserer Reise gehörte; auch, wenn an diesem einladenden Ort mit seiner attraktiven Castle- und Wall-Street das Wetter nicht ganz mitspielte. Von Anglesey erreicht Ihr in unmittelbarer Nachbarschaft auch Conwy mit Conwy Castle sowie die Stadt Llandudo - ein prächtiges, viktorianisches Seebad, das wir am späten Abend lediglich durchfahren haben, da auch unser Aufenthalt in Conwy Castle (sowie das Aufsuchen des "Smallest House in Britain" in Conwy/Lower Gate Street) mehr Zeit beanspruchte als zunächst eingeplant.

Bryn Celli Ddu („Grabhügel im dunklen Wald“, 53° 12′ 28.1″ N, 4° 14′ 5.24″ W), Anglesey
Bryn Celli Ddu („Grabhügel im dunklen Wald“, 53° 12′ 28.1″ N, 4° 14′ 5.24″ W), Anglesey

Architektonisch eine der genialsten Burganlagen, die ich je besucht habe - alleine in Großbritannien über 350 verschiedene Einrichtungen

Caernarfon ist mit seinem großformatigen Castle (UNESCO-Weltkulturerbe und eines der bedeutsamsten Großbritanniens), Yachthafen und engen Gassen selbst eine sehenswerte Stadt, in der wir uns gerne aufgehalten haben. Unser Apartment befand sich in der schönen, kleinen Marina (Victoria Dock), einem modernen Stadtviertel mit Restaurants, Bars und einigen Hotelanlagen. Caernarfon Castle ist - wie beinahe jede walisische Burganlage - Sinnbild für englische Herrschaft in Wales; einem kulturhistorischen Problem, mit dem sich jeder Wales-Reisende zumindest ansatzweise beschäftigt haben sollte (ich kürze an dieser Stelle meine eigenen Aufzeichnungen um ein komplettes Kapitel). Zuletzt fand die Investitur von Prinz Charles zum Prince of Wales folgerichtig innerhalb dieser beeindruckenden Mauern statt. Von der Marina könnt Ihr über die Pont Aber Footbridge (Swing-Bridge), über deren Schließung seit Jahren immer wieder diskutiert wird, hinüber zum St. Helen´s Park mit seinem weißen "Watch Tower" laufen, von dem Ihr wie wir einen guten Ausblick auf Caernarfon Castle genießen dürft. Eine besondere Attraktion stellt die Schmalspurbahn Welsh Highland Heritage Railway dar (Ihr werdet in Wales sehr viele historische, in ihrem Betrieb reaktivierte Bahnstrecken unterschiedlicher Gesellschaften vorfinden), deren Streckenverlauf auch von Caernarfon aus nach Porthmadog führt. Für jeden Wales-Urlauber sei hiermit der Genuß wenigstens eines Streckenabschnittes des erstaunlich umfangreichen, walisischen Bahnbetriebes ans Herz gelegt. Warum nicht die Verbindung Caernarfon - Porthmadog der Welsh Highland Railway?

Caernarfon Castle, Gwynedd (53° 8′ 21.68″ N, 4° 16′ 36.8″ W)...
Caernarfon Castle, Gwynedd (53° 8′ 21.68″ N, 4° 16′ 36.8″ W)...
Weltkulturerbe Caernarfon Castle, Gwynedd  (53° 8′ 21.68″ N, 4° 16′ 36.8″ W) - architektonisch eine der genialsten Burganlagen, die ich je besucht habe (alleine in Großbritannien über 350 verschiedene Einrichtungen)...
Weltkulturerbe Caernarfon Castle, Gwynedd (53° 8′ 21.68″ N, 4° 16′ 36.8″ W) - architektonisch eine der genialsten Burganlagen, die ich je besucht habe (alleine in Großbritannien über 350 verschiedene Einrichtungen)...
Caernarfon Castle
Caernarfon Castle
Watch Tower, St. Helen´s Park. Von diesem Punkt aus genießt Ihr einen exzellenten Blick auf Caernarfon Castle...
Watch Tower, St. Helen´s Park. Von diesem Punkt aus genießt Ihr einen exzellenten Blick auf Caernarfon Castle...
Caernafon...
Caernafon...
"Gwell fy mwthyn fy hun na phlas arall - better my own cottage than the palace of another." Walisische Weisheit. Caernarfon...
"Gwell fy mwthyn fy hun na phlas arall - better my own cottage than the palace of another." Walisische Weisheit. Caernarfon...

Snowdon, Part II

Unsere letzte Übernachtung (Nummer 7) platzierten wir im Dunstkreis Londons, was uns die Möglichkeit eröffnete, am letzten Tag unserer Reise in aller Gemütlichkeit über Bangor ein weiteres Mal durch Snowdonia zu reisen (ja, wir fuhren auch ein zweites Mal per "Snowdon Mountain Railway" zum Snowdon himself hinauf, umgeben von einer schottischen Reisegruppe - siehe Foto unten). Unser weiterer, nun etwas komplexe Reiseverlauf in Richtung London erstreckte sich von Beddgelert (charmantes Dorf inmitten des Nationalparks) über die Clwydian Range (die 4. "Area of Outstanding Natural Beauty in Wales") und Moel Famau (Country-Park mit Jubilee-Tower, von dem Ihr einen phantastischem 360-Grad Rundumblick auf Wales und England genießt) nach Chirk (sehenswertes Castle und ein riesiger Aquädukt, der England und Wales über den Ceiriog - mit dramatischem Blick auf Ceiriog Valley mit dem River Dee inklusive - verbindet). Da wir es uns nicht entgehen ließen, den großartigen Mount Snowdon kurzerhand ein zweites Mal per Bahn zu erklimmen, verzichteten wir auf die geplante Besichtigung von Erddig-House bei Wrexham - ein Juwel, das vom National Trust verwaltet wird und mit fabelhaften Gärten aufwartet (von mir leider nicht verifiziert). 

Eine angenehme Reise ging mit dem Erreichen von London am Abend dem Ende entgegen; unser Rückflug nach Frankfurt lief am folgenden Mittag schließlich - bei leichtem Nieselregen - völlig unspektakulär über die Reisebühne.     

Beaumaris auf Anglesey hat nicht nur ein - bautechnisch nie vollendetes - Castle, sondern auch eine schöne Altstadt und Ufer- bzw. Pierpromenade (hier hat Mona das walisische Festland im Visier) im viktorianischen Stil im Angebot...
Beaumaris auf Anglesey hat nicht nur ein - bautechnisch nie vollendetes - Castle, sondern auch eine schöne Altstadt und Ufer- bzw. Pierpromenade (hier hat Mona das walisische Festland im Visier) im viktorianischen Stil im Angebot...
"Not #NYC - but a small town somewhere in #GB." Beaumaris, Anglesey (53° 15′ 53″ N, 4° 5′ 23″ W)...
"Not #NYC - but a small town somewhere in #GB." Beaumaris, Anglesey (53° 15′ 53″ N, 4° 5′ 23″ W)...

Zwielichtig - allerdings Bestandteil des Materialismus und real:

"Hael yw Hywel gyda pwrs y wlad - you can spend someone else’s money like water."

Wahrnehmbar - auf den ersten Blick:

"Benthyg dros amser byr yw popeth a geir yn y byd hwn - everything you have in this world is just borrowed for a short time."

Walisische Weisheiten

Beaumaris Castle...
Beaumaris Castle...

Ein zweites Mal per "Snowdon Mountain Railway" hinauf zum Mount Snowdon himself (Foto unten), umgeben von einer schottischen Reisegruppe. Nostalgische Gespräche über die Highlands, Loch Ness und Dunnottar Castle weiterlesen >>> inklusive. Auf Anglesey gehört die Besichtigung von Beaumaris und hiesigem Castle (siehe Fotos oben, attraktive Häuserzeilen an Castle- und Wall-Street!zum Pflichtprogramm. Das gemütliche durchwandern des Bollwerks gehörte für mich zu den schönsten Erlebnissen meiner aktuellen Wales-Reise...

Werbung

Booking.com
Per "Snowdon Mountain Railway" hinauf zum Mount Snowdon himself...
Per "Snowdon Mountain Railway" hinauf zum Mount Snowdon himself...
Tenby/St Catherine’s Island...
Tenby/St Catherine’s Island...

Good bye aus Tenby in Wales. Im Hintergrund: St Catherine’s Island mit St Catherine's Fort...

Werbung

Booking.com