Die größten Bibliotheken

Auf meinen Reisen zieht es mich immer wieder in Bibliotheken: Für alle jene, die die Welt der Bücher als Abenteuer und Zeitreise begreifen, habe ich hier eine kleine Liste meiner Highlights zusammengestellt. Die größte von mir je besuchte Einrichtung war die British Library in London - zugleich die größte unseres Planeten mit über 170 Millionen Medien. Obwohl ich am Tag meines Besuchs alles andere als alleine durch die beeindruckenden Hallen wandelte, genoss ich den Anblick vielerlei Kostbarkeiten wie jene Sammlung King Georges, die sich abgeschirmt in einem Glasturm befinden oder jener unzähliger Handschriften in den unteren Etagen. Mein Besuch der Nationalbibliothek von Malta gehört zu den Top 5 meiner - nicht nur an Regentagen - durchgeführten Visiten, asiatische Einrichtungen gehören grundsätzlich zu meinen Favoriten und ein Hort des Wissens - wiedererstanden in Nordafrika - stellt trotz ihrer jetzigen Erscheinung die ultimative (einst the state of art)  Bibliothek der Bibliotheken dar.  

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Wahre Schätze bergen oftmals asiatische Einrichtungen: Uralte Handschriften, seltene Manuskripte - nicht ausschließlich Kochrezepte oder Einsichten über elementare Fragen des Lebens. Vielerorts überraschend gemütlich arrangiert...
Wahre Schätze bergen oftmals asiatische Einrichtungen: Uralte Handschriften, seltene Manuskripte - nicht ausschließlich Kochrezepte oder Einsichten über elementare Fragen des Lebens. Vielerorts überraschend gemütlich arrangiert...

Hier einer meiner Favoriten jener Dienstleistungseinrichtungen, die uns Wissen, Bildung und Information vermitteln - die erste Bibliothek übrigens, die ich auf meiner kleinen Bücherreise beschreibe:   

British Library, London

Eine einmalige, aber für mich unvergessliche Visite; die sich grob von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang erstreckte. Am Morgen meines Besuchs - natürlich war es neblig und ja, es hat geregnet - begleitete mich übrigens eine größere Menschenansammlung in das moderne Gebäude (die Bibliothek befindet sich also nicht in einem altehrwürdigen, historischen Bau), und am Abend wieder heraus. Mit einem gewaltigen Besucherandrang, der in dieser Bibliothek auch an einem gewöhnlichen Wednesday nicht abebbt (Ihr entrichtet übrigens keine Eintrittsgebühr), müsst Ihr Euch also, wenn Ihr die Bibliothek denn ebenfalls besuchen möchtet, im Sekundentakt arrangieren.  

 

Ausgewiesenen Touristen stehen allerdings - für mich ein wenig überraschend - sehr viele Bereiche offen, Ihr könnt zum Beispiel Handschriften und Manuskripte einsehen, wechselnde Ausstellungen begutachten (in diese Bereiche zieht es die meisten Touristen) oder Autographe verschiedener Musiker wie Schubert, Mozart oder auch der Beatles bewundern.    

 

Dieser Hort des Wissens beinhaltet alles, was aus druckerzeugnis-technischer Sicht in Großbritannien an die Öffentlichkeit geraten ist (also publiziert wurde) wie Traktate, Broschüren, Zeitschriften, Zeitungen und natürlich, wie sollte es anders sein, Bücher. Aber auch Karten, Kunstdrucke und Gemälde sowie Tonaufnahmen, Patente und Briefmarken. Wie in jeder Nationalbibliothek, wird auch hier von sämtlichen Werken mindestens 1 Exemplar möglichst vergilbungssicher eingelagert, was den Bestand jährlich um offiziell 3 Millionen Exemplare anwachsen lässt. 

 

Wifi steht übrigens im gesamten Gebäude kostenlos bereit, Ihr könnt also überall an Euren Laptops (und Smartphones) "arbeiten". Es werden sogar kleine Führungen angeboten, die Euch Einblick in den von mir zu jeder Tageszeit beobachteten lebhaften Bibliotheksbetrieb gewähren.

 

Die Reading Rooms öffnen sich nur Inhabern eines Bibliotheksausweises. Da ich selbst Ausweise gleich dreier Deutscher Bibliotheken besitze und durch jahrelange Besuche dieser Einrichtungen in vielen Ländern also ungefähr weiß, wie jene arbeiten, gibt es auch hier Möglichkeiten - als interessiertem Gast, mit einem spirituellen Buch in der Hand, z. B. über das frühe Christentum - an den Tischen der Leseräume Platz zu nehmen und Euer Studium voranzutreiben. Voraussetzung ist jedoch nicht nur britische Höflichkeit; sondern auch das ernsthafte Anliegen, das im zur Verfügung gestellten Schrifttum wiedergegebene Wissen auch reflektieren zu wollen. Gerade im Untergeschoss der Bibliothek findet Ihr neben religiösen Schriften die eigentlichen Schätze des Museums, wie das einzige erhaltene Manuskript des Beowulf, zwei Originale der Magna Carta (während meines Besuchs in einer Sonderausstellung präsentiert), Bände von Francis Bacon oder der Person Shakespeare zugeschriebenen Werke.    

Alles in allem beherbergt die British Library über 25 Millionen reale (physisch greifbare) Bücher, das Inventar ist überaus beeindruckend. Selbstverständlich steht ein Café und - etwas weniger natürlich - ein (Touri-)Shop zur Verfügung.  

 

Orts, Stadtteil-, Stadt- sowie ganze Nationalbibliotheken gehören zu meinen literarischen Besuchseinrichtungen. Gelegentlich betrete ich auch Büchereien wie Hof-, Universitäts-, Kunst- oder ganze Kontinentalbibliotheken*...
Orts, Stadtteil-, Stadt- sowie ganze Nationalbibliotheken gehören zu meinen literarischen Besuchseinrichtungen. Gelegentlich betrete ich auch Büchereien wie Hof-, Universitäts-, Kunst- oder ganze Kontinentalbibliotheken*...

* = wie die wiedererstandene Bibliothek von Alexandria. Oben im Bild: Biblioteca Municipal Ponta Delgada, Azoren  


Die größten Burganlagen und Schlösser

Malbork (Marienburg, Polen), Spissky hrad (Zipser Burg, Slowakei), die Prager Burg (Tschechische Republik), die „FestungsststadtValletta (Malta) oder Castell de Sant Ferran (Figueres, Spanien) – welches ist die größte Burganlage der Welt? Die genannten habe ich allesamt besucht, aber auch viele weitere (auf sämtlichen Kontinenten), auf denen Verteidigungsanlagen - zum Teil ungeheuerlichen Ausmaßes - für recht kleine Gruppierungen aus unterschiedlichen Gründen "nötig" waren. Grundsätzlich ist diese Notwendigkeit – wie wir alle wissen – zumeist überall dort vorzufinden, wo Menschen leben.

 

Ob Murud Janjira (südlich von Mumbai/Bombay, Indien), Kalat-e Naderi (Iran) oder die Festung Kumbhalmer (Rajasthan, ebenfalls Indien) – die Außenmauern des letztgenannten Bauwerkes umfassen immerhin eine Länge von 36 Kilometern. Welches Mauerwerk bildet nun das größte, uneinnehmbare Burgenareal der Welt?

 

Zunächst zur Definition: Burg und Festung sind 2 unterschiedlich zu behandelnde Örtlichkeiten. Während eine Burg ein eigenständiges Gebäude darstellt, können Festungsanlagen ganze Städte – und sogar Landstriche – vereinnahmen. Zuweilen vermischen sich von Menschenhand geschaffene Mauern sogar mit natürlichen Bodenbeschaffenheiten wie Felslandschaften zu einem ganzen Burgenkomplex. Während meiner Burgen-Reisaktivitäten habe ich so ziemlich die größten zurzeit zur Verfügung stehenden Anlagen besucht. Einige – oder eine ganze Menge - Burgen sind nun mal im Laufe der Zeit angegriffen, mit Schwefel übergossen, geschliffen (also unbrauchbar gemacht) oder völlig dem Erdboden gleich gemacht worden.

 

Um sämtliche Ungenauigkeiten (bzw. Unsicherheiten) zu verwischen, werden in der Literatur gerne Begriffe wie „größte aus Backstein errichtete Burg“ oder „größtes Gesamtburgenareal“ verwendet. Die Burgen, die ich nachfolgend beschreibe, sind aus eigener Anschauung die gewaltigsten unseres Planeten. Meine Empfehlung für alle Burg-Enthusiasten lautet: Verlasst Euch nicht auf Sekundärliteratur – sondern reist kurzerhand selbst zu jenen Burgen (und Schlössern), die ich auf meinen Seiten in so großer Anzahl beschrieben habe. Oder besucht jene, die gleich vor Eurer Haustür liegen: In Deutschland, Österreich und der Schweiz existieren so viele großartige Bauwerke (nicht nur Neuschwanstein, die Festung Hohensalzburg oder die Burgruine Stein), daß Ihr nicht einmal die Horizonte Zentraleuropas überspringen müsst. Viele Schätze liegen direkt vor Euren Füßen (alleine im Dunstkreis Frankfurts befinden sich unzählige, zum Teil spektakuläre Anlagen)… 

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Dunnottar Castle (Dùn Fhoithear), Stonehaven/Aberdeenshire, Scotland (56° 56′ 46″ N, 2° 11′ 45,5″ W)...
Dunnottar Castle (Dùn Fhoithear), Stonehaven/Aberdeenshire, Scotland (56° 56′ 46″ N, 2° 11′ 45,5″ W)...
Castle Fraser/Glamis Castle (56° 37′ 13.08″ N, 3° 0′ 8.64″ W), Angus, Scotland...
Castle Fraser/Glamis Castle (56° 37′ 13.08″ N, 3° 0′ 8.64″ W), Angus, Scotland...
Harlech Castle, Gwynned/ Caernarfon Castle, Wales (53° 8′ 24″ N, 4° 16′ 12″ W)...
Harlech Castle, Gwynned/ Caernarfon Castle, Wales (53° 8′ 24″ N, 4° 16′ 12″ W)...
Castle of Good Hope, Cape Town/South Africa (33° 55′ 34″ S, 18° 25′ 39″ E)...
Castle of Good Hope, Cape Town/South Africa (33° 55′ 34″ S, 18° 25′ 39″ E)...

Aus meinem Wales-Reisebericht:

Eine Übernachtung im Castell Deudraeth - direkt vor den Toren des walisischen Wunderlandes Portmeirion - ist märchenhaft, aber alles andere als budgesparend. Wagt Ihr die Übernachtung, erwartet Euch ein wahres Spektakel. Wird Euch dagegen eine kleine Karaffe Sherry ("Jerez") im holzgetäfelte Foyer ("very british") gereicht, seid Ihr (Warnung!) recht schnell für Eure Übernachtung in einer der - wahrhaft erstklassigen - First-Class-Suiten präpariert... weiterlesen>>>


Seltene Reliefs, Mosaiken und Wandmalereien

Auf meinen Reisen stieß ich - natürlich nicht immer zufällig - auf Reliefs, Mosaiken und Wandmalereien, von denen ich einige Exemplare auf dieser Seite vorstelle...

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