Griechenland

"In Griechenland verbrachte ich - sämtliche Trips addiert - 10 Monate meines Lebens. Ausschlaggebend für meine Reisen war meine stete Auseinandersetzung mit trockenem, rationalen Hellenismus; der „Verobjektivierung der Welt“ - wie ich jene geistige Strömung in kleinster Runde* immer wieder vereinfacht klassifiziere. Außerdem trieb mich die Beschäftigung mit dem frühen Christentum (inkl. Gnostizismus, z.B. meine Reise nach Patmos) sowie die Auseinandersetzung mit jüdischer Mystik und dem hellenistischen Judentum als Bewegung nach Hellas. Und - nicht zuletzt - die Beschäftigung mit der Antike im Allgemeinen".

 

* = Grüße u.a. an Mona, Gerd, Simon, Claire, Stephen, D. T., Franz, Beate., Caro, Dieter, Udo, Sophie, Dino! Die Reihenfolge meiner Auseinandersetzungen: Frühes Christentum, Antike im Allgemeinen, rationaler Hellenismus - und folgende...  

Rationaler Hellenismus: Der Versuch, die Erscheinungen der Natur rational - mit Hilfe des Verstandes - und weniger mystisch zu erklären. Die geographischen Ausgangspunkte jener geistigen Strömung innerhalb des Hellenismus, der sich gegenüber weiteren, weltanschaulichen Konzepten durchsetzte (und zunächst den Mittelmeerraum - inkl. die orientalische Welt - eroberte), standen ganz oben auf meiner Reiseliste. Schließlich bildet jener Denkansatz bis heute das - nicht immer stabile - Stützwerk beinahe unseres gesamten, westlichen Begreifens... 

 

Der gegenteilige Versuch als Gotteserfahrung: Die veräußerlichte, vom rationalen Hellenismus durchdrungene mediterran-orientalische Welt stand im Widerspruch zu jenen Wegen, die auf den thessalischen Felsnadeln um Kalambaka begangen wurden. Tiefe, christlich-orthodoxe Mystik in Reinkultur. Meteora ("in die Höhe heben") besteht aus 24 Einzelklöstern (inkl. kleinerer Rückzugsgebiete für jene Seelen, die den ultimativen Kick gesucht haben), von denen (Stand 2017) nur noch 6 bewohnt sind. Die restlichen Einrichtungen (überwiegend ab dem 14. Jahrhundert kultiviert) sind entweder einsturzgefährdet oder zu schwer zu erreichen, um einen sicheren Aufstieg zu garantieren. Eben von jenen letztgenannten habe ich mir auf meiner Reise 2 Anlagen ausgesucht, um sie mir zwischen Abend und Morgen ein wenig näher anzusehen...


Kalambaka/Thessalien, am Fuße der Meteora Klöster, kurz vor Einbruch der Dunkelheit. Um - und auf - diesen Felsnadeln habe ich einige großartige Nächte verbracht...
Kalambaka/Thessalien, am Fuße der Meteora Klöster, kurz vor Einbruch der Dunkelheit. Um - und auf - diesen Felsnadeln habe ich einige großartige Nächte verbracht...

Meine Griechenland-Reisen erstreckten sich über folgende Festlandregionen und Inseln:

- Thessalien (inkl. Meteora-Klöster) hier auf dieser Seite

- Makedonien (mit Thessaloniki/Zentralmakedonien, inkl. Olymp und Dion sowie der Halbinsel Chalkidiki) weiterlesen>>>

- autonome (orthodoxe) Mönchsrepublik Athos weiterlesen>>>

- Mittelgriechenland (inkl. Delphi), - Athen weiterlesen>>>

- Insel Kos 

- Insel Patmos weiterlesen>>>

- Insel Kreta

- Insel Korfu

- Insel Zakynthos

- Insel Rhodos

- Inseln Santorini, Mykonos, Hydra, Ios und Samos  

Dion, am Fuße des Olymp, 15 km südlich von Katerini. Von hier startete Alexander der Große seinen Asienfeldzug. Meine Verweildauer im - und um - den angegliederten, sehenswerten archäologischen Park: 2 Tage...
Dion, am Fuße des Olymp, 15 km südlich von Katerini. Von hier startete Alexander der Große seinen Asienfeldzug. Meine Verweildauer im - und um - den angegliederten, sehenswerten archäologischen Park: 2 Tage...

Meteora Klöster

Die Meteora-Klöster in Thessalien, wie ich sie sah: Ähnlich wie jene Bauwerke auf Athos zunächst etwas düster. Aber im Licht der Sonne - oder gar des Vollmondes - durchaus erhellend. Und als halb verfallene Einzelgemäuer (zu fast jeder Tages- und Nachtzeit) in schwindelerregender Höhe sogar frei begehbar...    

Direkter Blick auf die Felsnadeln: nur wenige Hotelzimmer bieten direkten Blick auf das Ensemble. Möchtet Ihr die Klöster augenscheinlich komfortabler genießen als unten beschrieben, solltet Ihr entsprechende Hotel-Einrichtungen grundsätzlich vorab buchen. Diese kleinen Hotelanlagen bieten in der Regel nur wenige Zimmer oder gar Suites - gewähren Euch jedoch (optisch gesehen) beinahe größtmögliche Erlebnisintensität...   

 

 

Meteora: Aufstieg zu den verfallenen Klöstern Filakaé Monakón und Agios Georgios Mandilas

Nach Einbruch der Dunkelheit, im Mondschein (leider kein Vollmond) und im Lichtkegel einer Stirnlampe   

 

Start: Kastraki.

Gesamtzeitaufwand: Eine Nacht (empfohlen), sonst 3,5 Stunden pro Kloster

Ausrüstung: Haken und Ösen, Seil  - sowie a) Stirnlampe und b) Schlafsack

Beste Zeit: Bei Mondschein, ganzjährig. 

Vorabinfo: Monakón (am Pnévma-Felsen) stellt eher eine Felsenhöhle dar und diente als Mönchsgefängnis. Von Agios Georgios Mandilas (ebenfalls am Pnévma-Felsen) sind lediglich Ruinen vorhanden - dafür ragt ein steinerner Opfertisch sowie ein verfallener Sarkophag aus dem niedrigen Mauerwerk. Gute Voraussetzungen, um sich beiden Sehenswürdigkeiten an zwei aufeinanderfolgenden Nächten zu nähern. Der Aufstieg zu den Ruinen ist jedoch mit Strapazen verbunden und nicht ganz ungefährlich: Zum Zeitpunkt meines Abenteuers wurde von Besuchen der "verbotenen Klöster" gewarnt, das Betreten der Anlagen (auch nicht das Klettern an den zumeist senkrecht aufragenden Felsen) war jedoch nicht untersagt. Offiziell ist dagegen zu allen Zeiten das Kraxeln an den Felsen der bewohnten Klöster verboten. Informiert Euch über den aktuellen Stand der Dinge - ich warne ausdrücklich vor den Folgen, sich über die offiziellen Empfehlungen oder gar Verbote hinwegzusetzen.  Beachtet auch, dass der Zutritt zu diesen beiden Klöstern jahrhundertelang nur für gottesfürchtige Eremiten möglich war. Agios Georgios Mandilas ist übrigens nicht mit Agios Pnévma zu verwechseln, ein drittes, ebenfalls verfallenes Kloster am Pnévma-Felsen, nur näher am "Pantokrator" gelegen - also weiter östlich. Bei Agios Georgios Mandilas, Monakón und Agios Pnévma handelt es sich also um ein Dreigestirn, um die "Drei Klöster um Pnévma".        

 

Die Meteora-Klöster sind Reiseziele ersten Ranges und ganz nebenbei UNESCO-Weltkulturerbe. Auf bis zu 300 Meter hohen Felsnadeln platziert (die höchste Felsnadel ohne Klosterbau ragt 630 Meter in den Himmel), erinnern mich die Bauwerke an jene geistige Rückzugsgebiete auf Athos, die ich ebenfalls besucht habe weiterlesen>>>  Von den für den Tourismus nicht zugänglichen Exemplaren habe ich mir zur Besteigung zwei ausgesucht: Filakaé Monakón und Agios Georgios Mandilas (beide aus dem 14. Jahrhundert). Die ersten gesicherten Einsiedlereien, die um Meteora entstanden, stammen übrigens aus dem 11. Jahrhundert, Überlieferungen berichten von Eremitagen, die bereits im 10. Jahrhundert in den Fels geschlagen wurden.

In der Nähe Eurer beiden Ziele Monakón und Pnévma: Das ist Meteora, das sind die von Euch vorgefundenen Koordinaten: Links des freischwebenden, auf mehreren Metern völlig ungeschützten Weges geht es 200 Meter in die Tiefe. Die Felsen rechts ragen dicht über Eure Köpfe auf die senkrecht zu Eurer linken - noch einmal 100 Meter - aufsteigenden Felsen hinweg. Im Hintergrund wabert unterdessen nebulös Kalambaka hervor. Eure Position bietet zuweilen nur wenige, grifffeste Anhaltspunkte...

 

Begonnen habe ich mein Abenteuer an einem Aprilabend, etwa 60 Minuten vor Einbruch der Dunkelheit. Mein anvisiertes Ziel lautete zunächst Agion Georgios  Mandilas, Startpunkt war nicht Kalambaka, jener Ort südlich der Felsnadeln, in dem ich mich auf dieser Reise eingemietet hatte, sondern Kastraki, ebenfalls am Fuße der Klöster gelegen, zu lokalisieren jedoch einige Kilometer weiter (nord-)westlich. Direkt nördlich von Kastraki führt ein Fußweg zwischen den Felsnadeln hindurch, auf deren Gipfeln Ihr auf Eurem kurzen Weg zum Zielgebiet bereits einige Klöster im Abendlicht schimmern seht: Zunächst auf niedrigem Niveau den Felsen Doupiani (Achtung, Frösche!) mit seiner als einziges Bauwerk übriggebliebenen, kleinen Kirche (weiß mit rotem Dach), schließlich die Ruinen des Pantokrator-Klosters (Pantokrator - ein vielschichtiger Begriff, der übersetzt "Weltbeherrscher" bedeutet, die hiesige Klosteranlage wurde im 14. Jahrhundert errichtet). Rechts eröffnet sich recht schnell der Blick auf eine in den Fels gehauenen Höhle, aus der sich niedriges Mauerwerk emporhebt und Euer Ziel darstellt. Kurios muten hier die bunten Fähnchen und Stofffetzen an, die als Weihgaben zu Ehren des Gründers des verfallenen Klosters Agios Georgios Mandilas (Euer Ziel) im seichten Wind hin und her flattern. Nicht verwunderlich, wenn Ihr Euch bewusst werdet, dass "Mandila" übersetzt "Schal, Stoff, Fahne" bedeutet. Die dazugehörige Legende besagt, dass die Frau eines sterbenden Ihren wertvollen Schleier und Mantel dem heiligen Georgios spendete - der ihren Gemahl schliesslich rettete.     

 

Steht Ihr vor dem mächtigen Agion Pnévma-Felsen, wird Euch schnell klar, dass Ihr es bei der Bewältigung Eures Vorhabens in anbrechender Nacht nicht mit Mehrseillängenrouten im 7 Grad zu tun habt, denn Euer Ziel befindet sich lediglich 20 Meter über Eurem Kopf. Ihr werdet auch sehr schnell jene Ösen entdecken, die Euch zur "verfallenen Höhlenstadt" führen. Geht im Geiste Euren Weg durch, überprüft noch einmal Euer Gurtsystem inkl. Halteösen und vergegenwärtigt Euch, dass der Zutritt zur Ruinenstadt jahrhundertelang nur für gottesfürchtige Eremiten möglich war. Die Abstände zwischen den Sicherungshaken sind kurz, verwendet Eure eigenen oder nehmt eventuell jene dynamischen Zwillingsseile in Anspruch, die ich aufgrund der jährlich stattfindenden Eremitage-Feierlichkeiten (23. April) während meines Abenteuers vorfand: Zu diesem Fest betreiben Einheimische Rock-Climbing in Reinkultur und lassen - wenn es der Heilige Georgios so will - auch für Euch vereinfachte Zugangsmöglichkeiten zur "verfallenen Stadt" herab. Die Felsen bieten kleine Vorsprünge und Fußnischen, die Euch während Eures Aufstieges immer wieder in die Lage versetzen, völlig frei zu stehen. Die wellenartig auftretenden Vorsprünge haben mich während meines Aufstieges unterdessen fasziniert, sie gleichen herauffließendem Wasser, das Euch zu Eurem Ziel hinauf spült.     

 

Bizarres Ziel Eures Abenteuers und Übernachtungsstätte im Mondschein: steht Ihr vor dem mächtigen Agion Pnévma-Felsen, wird Euch schnell klar, dass Ihr es bei der Bewältigung Eures Vorhabens nicht mit Rock-Climbing im 7. Grad zu tun habt, denn Euer Ziel befindet sich lediglich 20 Meter über Eurem Kopf. Ein Aufstieg zur "verfallenen Klosterstadt" Agion Georgios Mandilas sollte jedoch mit äußerster Vorsicht genossen werden, denn der verwaschene Felsen bietet viele Möglichkeiten, Euch klettertechnisch in Verlegenheit zu bringen. Climbing scheitert oft nicht nur am Material - sondern an Psyche und - wie sollte es anders sein - natürlich an Eurer Physis. Überschätzt Eure Fähigkeiten nicht, beim geringsten Zweifel auf Erreichen des kleinen Kloster-Plateaus ist Rückzug nach Kastraki angesagt. Dieses Foto habe ich mit einem 300mm-Zoom Objektiv am Vortag meines Aufstieges vom südlichen Kastraki aus geschossen. Durch die tiefstehende Sonne (inkl. zeitlosem Vintage-Fotomaterial) erkennt Ihr die Felsstruktur des westlichen Felsabschnittes recht deutlich.       

 

Habt Ihr die nicht besonders große, halb unter freiem Himmel liegende Klosteranlage erreicht, schweift Euer Blick bereits im fahlen Mondlicht über eine unaufgeräumt, beinahe chaotisch anmutende, winzige Ruinenstadt mit noch mehr wehenden Fähnchen und Tüchern, wie sie von Euch am Fuße der Felsen nicht zu erkennen waren. Sucht im Schein Eurer Stirnlampe im eingestürzten Mauerwerk nach dem Opfertisch und dem Sarkophag, die der Vergänglichkeit bisher nicht gänzlich anheim gefallen sind, wobei die Totenwiege dem weltlichen Verfall schlechter getrotzt hat als sein Pendant im Kloster Agion Pnévma auf gleichem Felsen weiter östlich.

Etwa in der Mitte des Grottenplateaus endet das Mauerwerk, hier steht es jedoch noch am höchsten. Dies ist der ideale Punkt, sich für die aufkommende Nacht einzurichten, aus Eurem Rucksack ein Buch über die verfallenen Klöster Griechenlands, über die gnostischen Einwürfe eines Marcions oder deren niedergeschriebenen Zurückweisungen eines Clemens von Alexandria hervorzuholen (Clemens´ Werk "Glaube - Gnosis - Griechischer Geist" war bereits seit längerem Bestandteil meines Reisegepäcks). Schnell werdet Ihr über Eurer Lektüre bemerken, dass es bereits Mitternacht schlägt und Euch einbilden, die Glocken des größten Meteora-Klosters (Metamorphosis)  von den Felswänden widerhallen zu hören; diese rufen jedoch lediglich bei Sonnenschein zum tagtäglichen Gebet auf. Konzenztiert Ihr Euch auf die Schatten, die das Mauerwerk im Lichtkegel Eurer Stirnlampe oder im Mondschein wirft - oder gar auf das Wahrnehmen der Zeit - werdet Ihr eine lange Nacht vor Euch haben. Versenkt Ihr Euch dagegen in Eure Lektüre oder im mitgebrachten, kompakten Schlafsack, den Ihr aus Eurem Rucksuck hervorkramen könntet (beides tat ich selbst, denn ich errichtete mir ein kleines Lager zwischen Opfertisch und Sarkophag) eine garantiert kurze. Für welche Variante Ihr Euch auch immer entscheiden werdet, eine Nacht in der verfallenen Ruinenstadt von Agion Pnévma ist ein unvergessliches Abenteuer, das zumindest in den vergangenen Jahrhunderten nur wenige Reisende erfahren durften. 

 

Habt Ihr den Abstieg am Morgen bewältigt, steht Euch in der kommenden Nacht der Aufstieg nach Monakón bevor - wenn Ihr denn mutig seid, eine weitere Nacht in höherem Gefilde in einem Mönchsgefängnis zu verbringen.    

 

Der Weg nach Monakón ist physisch einfacher zu bewältigen als jener nach Mandilas. Felsige, von losen Steinen durchsetze Wege führen zur Felsenhöhle, die von hölzernen Konstruktionen - Plateaus und schwebenden Zugängen zu Gefängnisgrotten innerhalb der Monakón-Höhle - durchzogen ist. Besonderes Material kommt in dieser Nacht nicht zum Einsatz, lediglich eine Taschenlampe (Eure Stirnlampe könnt Ihr diesmal getrost auf dem Nachttisch Eures Hotelzimmers platzieren) und ein Schlafsack ist erforderlich. Wandert Ihr kurz vor Einbruch der Dunkelheit den gleichen Weg wie am Vortag von Kastraki aus an Agios Mandilas vorbei zu Eurem Ziel am Pnévma-Felsen, könnt Ihr Euch in Erinnerung rufen, dass in der Vergangenheit Verstöße gegen Mönchsregeln zur Verbannung nach Monakón geführt haben (teilweise freiwillig, wie einige Quellen berichten). An diesem Ort waren also Bußfertigkeit und Läuterung angesagt, das Betreten der Höhle mit reinem Gewissen, wie wir es heute selbstverständlich praktizieren, ist ein neuzeitliches Phänomen. Das Problem aus heutiger Sicht ist jedoch vielmehr, auf dem rechten Pfad zu wandeln, denn der Weg nach Monakón ist teilweise so komplex, dass Ihr Euren Weg immer wieder aus den Augen verlieren könntet. Teilweise mit Rankenwerk überwucherte und verwirrend angelegte Pfade stiften gerade im letzten Drittel Eures Weges für Verwirrung, beschilderte Hinweise sucht Ihr vergebens. Zuweilen müsst Ihr zwei Schritte zurückgehen, um einen zielführend an anderer Stelle zu plazieren. Habt Ihr Monakón in anbrechender Nacht erreicht, eröffnet sich Euch ein eigenartiges, beinahe surreales Bild: die schmale, recht hohe Felsöffnung erstreckt sich im Schein Eurer Taschenlampe vor allem im oberen Bereich scharf in den Pnévma-Felsen, die auf mehrere Stockwerke verteilten Gefängnisgrotten linker Hand erinnern ein wenig an ein riesiges Bienennest. Der Mondschein dringt nur eingeschränkt in das Höhlenkloster, die Holzkonstruktionen, die teilweise auch einzelne Gefängnisse waren, müsst Ihr schon per Taschenlampe erkunden. Seid Ihr mutig, klettert Ihr in die erste Grottenwölbung links über Eurem Kopf;  haben Euch die Kräfte verlassen, bleibt auf unterstem Niveau und richtet Euch auf dem Höhlengrund mit Blick zur Höhlenöffnung ein. Im halbrund Monakóns, im Innern des mächtigen Pnévma-Felsens, könnt Ihr eine phantastische Nacht verbringen, über Sinn- und Unsinn des alltäglichen nachdenken sowie Euren inneren Schwerpunkt ausbalancieren. Wie auch immer Ihr diese Nacht verbringt, von jetzt an seid Ihr Euch selbst überlassen und kriecht - unter Umständen - am Morgen als neuer Mensch aus den Höhlen hervor. Eine Übernachtung an diesen Koordinaten bekommt von mir das Prädikat "wertvoll" verpasst, ein nachahmen (vor allem der letzten Sehenswürdigkeit) sei hiermit ausdrücklich empfohlen.              

 


Ein weiteres - im weitesten Sinne - ähnliches Abenteuer: mein Besuch der autonomen Mönchsrepublik Athos. Mit Visum, herbstlichem Wellengang während meiner Schiffsanreise und tiefem Einblick in komplexes, orthodoxes Denken...

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Griechenland verspricht Hochspannung: Am Fuße des Olymp (links) und abermals in Dion (rechts). Zur Vervollständigung Eures Überblicks bietet sich ganz einfach meine Navigation (oben) an...
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Akropolis von Lindos, Rhodos (36° 5′ 30″ N, 28° 5′ 10″ E)...
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10 Monate Griechenland - Impressionen

Südliche Akropolis Rhodos-Stadt, Theater und Arena (800 Zuschauer), Monte Smith...
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"Byzantine architecture - preserved in thousands of Orthodox chapels and churches"...
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