Niederlande

"...ein überraschend ruhiger Stützpunkt, um mich von dieser außergewöhnlichen Museumsstadt (Hindeloopen, Friesland) in vergangene Zeiten hinüber katapultieren zu lassen. Visionen von Ex-Niederländisch Indien, der Niederländischen Ostindien-Kompanie (VOC, gegründet 1602) und leise knarrenden Segeltauen auf Piratenschiffen."

Windmühle Niederlande Windmill Workum Ybema´s Mole Reiseblog Nederland Netherlands Friesland Mühle Jörg Kaminski J.R. Skye
Ybema´s Mole, 2 Kilometer westlich von Workum, Friesland

Auch die Niederlande bereiste ich, ähnlich wie Belgien und Luxemburg, immer wieder kurzentschlossen über verlängerte Wochenenden; überwiegend jedoch - wie z.B. Ex-Niederländisch Indien (heutiges Indonesien) wohlgeplant und über etwas ausgedehntere  Zeiträume. Auf dieser Seite stelle ich die Highlights verschiedener Reisen vor, Hauptsächlich der beiden aktuellsten (2017 und 2018).    

Schloss Huis Bergh, ´s-Heerenberg, Gelderland

Einstieg in ein erweitertes Burgen- und Schlösser-Programm?

Direkt jenseits der Grenzlinie Deutschland/Niederlande stellt dieses Kasteel (per PKW von Frankfurt a.M. in lediglich 3 Stunden zu erreichen) eines meiner niederländischen Lieblingsschlösser bzw. Bauwerke dar. Besucht Ihr Heerenberg nur per Zwischenstopp, ist eine bloße Außenbesichtigung über einen Rundweg, den das gesamte Schloss am Rande eines eichenumsäumten Parks umgibt (inklusive stets gefülltem Wassergraben) ohne jeden finanziellen Mehraufwand möglich. Huis-Bergh stand bisher 3x auf meinem Ausflugs-Programm: 2x kam ich in den Genuss einer Innenbesichtigung (ein etwas kostspieliges, aber durchaus lehrreiches Amüsement), 1x (zuletzt) erwanderte ich lediglich den bei Sonne Schatten spendenden Rundweg (ein schlicht als "Plantage" ausgewiesener Parkwald aus dem 18. Jahrhundert). Unter dem Eindruck dieser neuen, abgespeckten Besichtigungsvariante empfehle ich jedem Reisenden, der bisher keinen Stopp in Heerenberg eingelegt hat, zumindest diesen, nur etwa 30 Minuten in Anspruch nehmenden Schotterweg. Diese großartige Anlage könnte sogar der Einstieg in ein erweitertes Burgen- und Schlösser-Programm darstellen, das unter Umständen gesamt Europa umfasst weiterlesen>>> 

Adresse: Hof van Bergh 8, 7041 AC 's-Heerenberg, Niederlande

 

Heerenberg Jörg Kaminski Gelnhausen JR Skye Niederlande Nederland Burg Schloß
Licht und Schatten: Heerenberg, kurz vor Eintritt in die sogenannte "Plantage". Links die knarrende Holzkonstruktion, die den malerischen Parkwald mit dem Gelände der Stadt ’s-Heerenberg (Gemeinde Montferland, Provinz Gelderland) verbindet...
25 Kilometer südöstlich der niederländischen Großstadt Arnheim, 4 Kilometer westlich der Grenzlinie Deutschland/Niederlande: Kasteel (Schloss) Huis Bergh...
25 Kilometer südöstlich der niederländischen Großstadt Arnheim, 4 Kilometer westlich der Grenzlinie Deutschland/Niederlande: Kasteel (Schloss) Huis Bergh...

De Zevensprong (Siebensprung), Ruurlo, Achterhoek/Gelderland

Ein Reiseziel für alle jene, denen das entsprechende Buch von Antonia Tonke Dragt oder die 13-teilige, niederländische TV-Verfilmung "Das Geheimnis des siebten Weges" geläufig ist. Mehr zu "Langelaan", "Thomtidom" und "Fräulein Rosemarijn" erfahrt Ihr auf meiner zu Ehren der Autorin (1930 im heutigen Jakarta/Indonesien geboren) installierten Zevensprong-Seite, auf der ich neben Werk und Geographie ("Das Treppenhaus") auch anreisetechnische Details zum "Siebten Weg" näher beleuchte weiterlesen>>>

 

"A small big crossroad in #Netherlands DE ZEVENSPRONG / Siebensprung, Ruurlo. Tribute to Tonke Dragt."
"A small big crossroad in #Netherlands DE ZEVENSPRONG / Siebensprung, Ruurlo. Tribute to Tonke Dragt."

Ybema´s Mole, Workum, Friesland

Diese für mich schönste Mühle der Niederlande steht unscheinbar auf einem Feld, umgeben von zwei schmalen, idyllischen Grachten, etwa 2 Kilometer westlich von Workum (auch Warkum) nahe des IJsselmeeres. 1899 errichtet, ist dieses recht kleine - durch Restauration nach wie vor voll funktionsfähige - Bauwerk bis heute für Be- und Entwässerung des Umlandes zuständig. Während meiner Besuche bin ich auf nur wenige Reisende getroffen, die sich zu diesem Bauwerk, das ich als das größte Highlight meiner gesamten Niederlandreisen bezeichne, verirrt hätten.   

Ybema´s Mole, Workum. Sint-Werenfriduskerk Hindeloopen Friesland JR Skye Reiseblog Globetrotter Niederlande Netherlands Mühle Windmühle
"Hunting windmills in #Netherlands." Ybema´s Mole, Workum. Im Hintergrund die Silhouette der Sint-Werenfriduskerk...
JR Skye Reiseblog Niederlande Netherlands Mühle Windmühle Jörg Rainer Kaminski Gelnhausen Hindeloopen Friesland Frankfurt Holland
Meditation an Ybema´s Mole: Dieses kleine - von mir des öfteren besuchte - Bauwerk, idyllisch auf offenem Feld gelegen und vollständig von Wasser umgeben, stellt für mich das größte Highlight meiner gesamten Niederlandreisen dar...

Hindeloopen, Friesland

"Hindeloopen - 5 Tage (in weiblicher Begleitung), ein Original friesisches Häuschen in bester Lage, direkt an IJssellmeer und Promenade."

 

...aus meinen handschriftlichen Reisenotizen:

"Ein überraschend ruhiger Stützpunkt, um mich von dieser außergewöhnlichen Museumsstadt (Hindeloopen, Friesland) in vergangene Zeiten hinüber katapultieren zu lassen. Visionen von Ex-Niederländisch Indien, der Niederländischen Ostindien-Kompanie (VOC, gegründet 1602) und leise knarrenden Segeltauen auf Piratenschiffen."

 

Träume stellen während eines Aufenthaltes in Hindeloopen segensreiche Geisteszugaben dar - was in diesem Städtchen jedoch nur bedingt von Nöten ist, denn Hindeloopen gibt sich vollumfänglich so, wie es tatsächlich ist: ein Ort, an und in dem die Zeit stehen geblieben ist;  und somit liebenswert authentisch (ein recht unverfänglicher Tourismus begleitet das Küstenstädtchen). Ihr entdeckt in jedem Winkel des mit Grachten durchzogenen Ortsgeländes alte und neue (auch immer wieder bunte) Häuser in typisch friesischer Bachsteinarchitektur; spaziert durch Gässchen mit überraschenden Details wie mittelalterlichen Laternen (neben schmalen Hauseingängen), schmiedeeisernen Ankern an famosen, mit Treppengiebeln ausstaffierten Hausfassaden oder Schildern wie "Little things make Big days" in winzigen Fenstern. Achtet auf zahllose, enge Durchgänge im Gassengewirr, die - nicht immer - zu privaten Bootsanlegestellen so mancher Häuser führen.  

 

Hindeloopen Nederland Niederlande Netherland Friesland JR Skye Jörg Rainer Kaminski Gelnhausen
Der komplette Durchblick in Hindeloopen. Unzählige Grachten - die geschwungene Holzbrücken überspannen - durchziehen das malerische Städtchen, in dem ich mich einige Tage einquartiert habe...

...aus meinem Twitter-Feed: "Perfect overview and great memories of the time of the Dutch East India Company: a small big city on the North of the #Netherlands on the IJsselmeer - HINDELOOPEN. For me, the most beautiful city in Netherlands! #Business #travel #travelblogger #Friesland #reisen #Nederland."

 

Hindeloopen hat neben dem friedlichen Häuser- und Gassengewirr auch einen standesgemäßen Jachthafen - direkt nördlich des Stadtensembles - im Angebot. Selbst hier, trotz überraschender Größe, sind ruhige Töne - für mich immer wieder überraschend - angesagt. Über das gesamte Stadtgebiet, gerade über den Hafen, hat sich - wie ich in kleinster Runde immer wieder bemerke - eine bemerkenswerte Gelassenheit gelegt...in meiner Phantasie bereits seit Ende Ostindien-Kompanie (31. Dezember 1799, die Archive der Gesellschaft sind als "UNESCO-Weltdokumentenerbe" dokumentiert). Scheint die Sonne (bei jedweder Temperatur, hier krame ich Erinnerung aus vorangegangenen Besuchen hervor) steigen unzählige Yacht-Besitzer aus ihren Kajüten empor und bevölkern ihre schwankenden Sonnendecks. Schlendert über die schmalen Holzstege an den Booten vorbei, entdeckt Fähnchen und Aufschriften der Gefährte und entdeckt ihre Heimathäfen: Kanadische, US-amerikanische und auch mexikanische Exemplare - als Vertreter jenseits des Atlantiks - stellen keine Raritäten Eurer zukünftigen, gemütlichen Zählung dar. Nordwestlich des Jachthafens, am Verwaltungsgebäude links unterhalb des Hauptsteges, von Holzpalisaden umgeben (es existiert rechter Hand ein schmaler Durchgang) ergießt sich sogar ein kleiner Strand (5x2 Meter) direkt ins IJsellmeer.  

      

Niederländisch Indonesien und die Ostindien-Kompanie

Hindeloopen ist Vertreter der sogenannten 11 historische Städte Frieslands, der für mich attraktivsten Provinz der Niederlande (Authentizität, natürlicher Lebensraum mit überschaubaren Städtchen, das liebenswerte Westfriesisch als verbreitete Sprache sowie eine in die Landschaft vorbildlich integrierte, hochentwickelte - auf mich unaufdringlich wirkende - touristische Infrastruktur). Bereits im 9. Jahrhundert als Hindolop in die Weltöffentlichkeit getreten, erhielt der Ort im 13. Jahrhundert Stadtrechte und entwickelte sich vor allem im 17. und 18. Jahrhundert zum Schlager des überaus schiffslastigen Transportgewerbes (was bekanntlich seit 1996 mein eigenes Business darstellt). Im Goldenen Zeitalter der Niederlande (17. Jahrhundert) war Hindeloopen eine blühende Handelsstadt mit einer Flotte von satten 80 bis 90 Handelsschiffen, die u.a. Waren aus den niederländischen Kolonien (wie aus Niederländisch Indonesien, unter dem Einfluss der bereits erwähnten Ostindien-Kompanie) nach Europa schipperten. Auch der Fischfang hat Tradition (eine große Widerbelebung fand Ende des 19. Jahrhunderts statt). Ein Spaziergang am Hafen, aber auch ein schlendern durch die Gässchen in Hafennähe (besonders hier) vermitteln einen vagen Eindruck, wie Hindeloopen in jener Zeit organisiert war.

 


...verbindende Brücken und per Anhalter durch Hindeloopen?
...verbindende Brücken und per Anhalter durch Hindeloopen?

Eine für niederländische Verhältnisse alles andere als ungewöhnliche Variante der Ortserkundung wird Euch auch in Hindeloopen offeriert: jene per Fahrrad, dem historisch gesehen wohl meistgenutzten Fortbewegungsmittel der Provinz Friesland. Während meines mehrtägigen Besuches sah ich Radler auf Schritt und Tritt, Verleihfirmen haben neben herkömmlichen Zweirädern (sowie professionellen Mountainbikes) auch Tandems für den Familienbetrieb im Sortiment.

   

Während meiner Aufenthalte in Friesland ist mir selbstverständlich nicht nur in Hindeloopen die friesische Fahne aufgefallen, die an vielen (nicht nur) öffentlichen Plätzen selbstbewusst im Wind flattert: blau-weiß gestreift mit roten Herzen - selbst der niederländische Fußball-Erstligist SC Heerenveen hat Vereinsemblem, Trikots und selbst das Stadion mit den Farben dieses außergewöhnlichen Banners ausstaffiert. 

    

Links die außergewöhnliche Flagge der niederländischen Provinz Friesland, in der Mitte eine typische Häuserzeile in Hindeloopen. Rechts am (Jacht-)Hafen nördlich der Stadt Hindeloopen...
Links die außergewöhnliche Flagge der niederländischen Provinz Friesland, in der Mitte eine typische Häuserzeile in Hindeloopen. Rechts am (Jacht-)Hafen nördlich der Stadt Hindeloopen...

Das von mir über Booking.com angemietete Häuschen. Achtung: nur für Paare geeignet, da lediglich 1 Schlafzimmer (mit Doppelbett), direkt an der Promenade; mit erstklassigem Blick auf das Ijsselmeer. Zum vergrößern der Fotos: einfach klicken...  

 

Booking.com

Während meines mehrtägigen Aufenthaltes habe ich mir eine ganze Reihe von Unterkünften, auch im hindeloopischen Umland, angesehen. Ein Quartier direkt in Hindeloopen sollte jedoch aufgrund optimaler Infrastruktur - stets auf engstem Raum - immer erste Wahl sein!  

 

Am Jachthafen von Hindeloopen. Der kleine, von mir weiter oben beschriebene Sandstrand (siehe Foto unten) befindet sich zwischen den weit hinter mir liegenden Gebäuden (orangenes und braunes Dach)...  


Der weitgehend unbekannte, winzige Sandstrand von Hindeloopen am letzten Abend meiner aktuellsten Reise...
Der weitgehend unbekannte, winzige Sandstrand von Hindeloopen am letzten Abend meiner aktuellsten Reise...

Hindeloopen im Nachtmodus: auch ein Spaziergang nach Einbruch der Dunkelheit (zu vorgerückter Stunde, möglicherweise gegen Mitternacht) stellt eine reizvolle, überaus spannende Aktivität dar. Brücken und Häuser sind erleuchtet, Ihr erlebt die Stadt aus einer  (eventuell) neuen Perspektive! 

  

 


Sneek, Friesland

Sneek weißt bereits eine größere, lokale Menschenansammlung (35.000 Einwohner) auf und ist damit beinahe eine friesische Mega-City - wenn die typische, regionale Gelassenheit nicht auch hier heimisch wäre und der Stadt einen liebenswerten, geradezu dörflichen Charakter verleihen würde. In Sneek habe ich mich mehrfach im Rahmen von Tagesausflügen aufgehalten, größte Sehenswürdigkeit - zudem eine der bekanntesten der gesamten Niederlande - ist das Wassertor (engl. "Sneek Watergate"), das eine im Land kein zweites Mal anzutreffende Architektur aufweist. Die Stadt hat neben dem Rathaus aus dem 15. Jahrhundert auch eine Reihe sehenswerter Häuser aus dem 17. bis 18. Jahrhundert im Besichtigungs-Sortiment. Besuche ich die Stadt, parke ich in der Nähe des Wasserturms, zum Wassertor (niederl. "Waterpoort") und den genannten weiteren Sehenswürdigkeiten ist es nur ein Katzensprung.

          

...aus meinem Twitter-Feed: "One of the most unique buildings in #Netherlands (Friesland): Sneek WATERGATE (Waterpoort, 1613 AD). Sneek (one of the ´Eleven Frisian Cities´, founded in the 10th century - well known for its canals) is a beautiful place to visit! #reisen #travel #tourism www.jr-skye.com."

Breezanddijk, IJsselmeer

(bei -5 Grad und Stärke 9 auf der Beaufortskala)

 

Die Fahrt über den 32 Kilometer langen, mehrspurigen IJsselmeer-Damm (Afsluitdijk) stellte für mich einen Kindheitstraum dar, den ich in den Folgejahren 2x verwirklicht habe. Ab einem gewissen Punkt - spätestens, wenn Ihr in den Niederlanden bereits zahlreiche Sehenswürdigkeiten angesteuert habt und bisher einen Bogen um das 90 Meter breite, straßenbautechnische Kunstwerk gemacht habt - ist das auf halben Weg aus dem Meer ragende Breezanddijk (mit 2-4 Einwohnern der kleinste bewohnte Ort in den Niederlanden) mit seiner westlich gelegenen Enklave um das Vlietermonument (Beobachtungsturm) ein spektakuläres Etappenziel auf Eurer Fahrt nach Friesland oder Nordholland - jene beiden Provinzen, die "Der Dijk" so grandios verbindet.   

    

Links das IJsselmeer, rechts der offene Atlantik - beobachtet vom Vlietermonument bei Breezanddijk. Dieses Foto entstand bei Minusgraden und Windstärke um 80 Km/h (9 Bft/Beaufortskala)
Links das IJsselmeer, rechts der offene Atlantik - beobachtet vom Vlietermonument bei Breezanddijk. Dieses Foto entstand bei Minusgraden und Windstärke um 80 Km/h (9 Bft/Beaufortskala)

Am Vlietermonument bei Breezanddijk, IJsselmeer (links oben und links Mitte) bei 15 Grad Lufttemperatur und Windstärke um 25 km/h. Ein laues Lüftchen an dieser Location im äußersten Norden der Niederlande, denn die weiter oben beschriebenen Parameter sind an diesem Flecken keine Rarität. Um den Beobachtungsturm (das "Monument") gruppieren sich Restaurant und Souvenirshop, das eigentliche Breezanddijk - auf einer eigenen, künstlich angelegten Insel weiter östlich gelegen - besteht lediglich aus einer Tankstelle und Parkplätzen.

 

 


Provinz Friesland, Allgemein

Friesland ist, wie erwähnt, mein Favorit unter den 12 niederländischen Provinzen. Unterhalb der großen Städten Leeuwarden (110.000 Einwohner) und Heerenveen (50.000 Einwohner) ebbt die Bevölkerungsdichte der Städte erheblich ab, Sneek (siehe oben) zählt mit seinen 35.000 Einwohnern bereits zu den Metropolen. Neben den bereits erwähnten Zentren hier eine Zusammenstellung meiner weiteren, örtlichen Favoriten: 

 

Franeker

Das sehenswerte Rathaus (Ende 16. Jahrhundert, im Renaissancestil erbaut) kann kostenlos betreten werden, das Eise-Eisinga-Planetarium (1774–1781 erbaut) ist das größte mechanische Planetarium unseres eigenen Planeten und beherbergt das älteste funktionsfähige Modell unseres Sonnensystem. Da ich mich für Astronomie interessiere, war dieser Besuch für mich zwar nicht wirklich lehrreich, jedoch äußerst spannend; eine Visite empfehle ich auch jedem Reisenden, der sich dem Gebäude aus geschichtswissenschaftlicher Sicht nähern möchte, denn die mit hellblauem Holz ausstaffierte Einrichtung gibt den Forschergeist des 18. Jahrhundert in nur noch selten anzutreffender Weise wieder.       

In keinem Reiseführer vertreten: das winzige Freilichtmuseum Allingawier, 8 Kilometer östlich von Makkum (siehe auch Fotos rechts unten)

 

Zwischen Gaast, Cornwerd und De Marne 

Die Region zwischen Gaast im Süden, der A7 im Norden und De Marne im Nordosten ist ein besonders sehenswertes, ländliches Gebiet direkt am Ijsselmeer. Haltet Euch zumeist in Küstennähe auf, Ihr werdet viele Kleinst-Dörfer und sogar eine winzige Museumstadt (Allingawier), bestehend aus einem alten Bauernhaus, Wohnhaus, Kirche, einem landwirtschaftlichen Betrieb und einer "Maschinenbaufabrik" (inkl. Café) entdecken (siehe Fotos oben und rechts).

Makkum mit seinem großen Jachthafen und Beach-Resorts direkt am weißen, recht breiten Makkum-Strand (De Holle Poarte, siehe Fotos unten) ist trotz starker Besucherfrequenz einen Aufenthalt wert, die Fahrt weiter Richtung Nord oder Süd bringt schöne Perspektiven auf das Ijsselmeer (nur vom grünbewachsenen Damm möglich).     

De Holle Poarte, das touristisch stark frequentierte Strandrevier bei Makkum  

 

Workum (Warkum)

Steuert Ihr von Hindeloopen kommend die oben genannten Ziele an, passiert Ihr zwangsläufig Workum, eine 4.500 Einwohner Stadt mit imposantem Marktplatz und sehenswerten Häuserzeilen. Ybema´s Mole, vom Massentourismus nicht sonderlich beachtet und etwa 2 Kilometer außerhalb der Stadt in westlicher Richtung gelegen, habe ich bereits weiter oben beschrieben.

Anders als in Hindeloopen, reihen sich die zahlreichen, attraktiven Bauwerke nicht in engen Gässchen aneinander, sondern um breite, nicht stark  befahrene Straßen. Zentraler Anlaufpunkt ist der Marktplatz mit Alten Stadthaus und Gertrudiskirche (mit getrenntem Glockenturm), um die sich Cafés und Restaurants gruppieren. Das Alte Stadthaus wurde 1480 errichtet und beherbergt einen Gerichtssaal, den Ihr ebenso besichtigen könnt wie einen alten Kerker (wenn es zeitlich passt unbedingt ansehen). Schlendert Ihr durch die Straßen um den Marktplatz, entdeckt Ihr immer wieder markante Hausfassaden, die hier und da Hinweise auf den einstigen Schiffsbau in dieser Stadt geben - einst beherbergte Workum mehr als 20 Schiffsreedereien. Kleine Jachthäfen am Kanal Soal setzten die Schifffahrtstradition bis in heutige Zeit fort.      

 

 

Harlingen, jenseits der A7 bereits im nördlichen Friesland angesiedelt, weißt eine genauso  charmante, mit architektonischen Perlen durchdrungene Innenstadt auf wie Dokkum, ein mit zahlreichen Brücken ausgerüsteter Wallfahrtsort (hier starb der Heilige Bonifatius). Dokkum ist übrigens Partnerstadt Fuldas, jener Stadt, die ganz in der Nähe einer meiner beiden Wohnsitze liegt. Stavoren dagegen, südlich von Hindeloopen, ist mit seinen 1.000 Einwohnern ein Ort des touristischen Wassersports; am Hafen werden Boots- und Segeltouren (auch Ijsselmeer-Cruises per Katamaran) angeboten. Eine riesige Auswahl an Unterkünften (von Zeltplatz bis Luxus-Apartments) stehen in und um die Ansiedlung bereit.

  

Besonders interessant für mich immer wieder sprachliche Eigenheiten, Feinheiten und Anekdoten. Auch Sprichwörter geben einen Einblick in die Denkweisen ganzer Kulturen...hier unseres liebenswerten Nachbarlandes Niederlande:

 

Niederländische Sprichwörter...  

 

"Rom wurde nicht an einem Tag erbaut". In der niederländischen Variante: "Köln und Aachen wurden nicht an einem Tag erbaut."

 

"Das Leben ist kein Zuckerschlecken / Ponyhof". Niederländisch: "Das Leben ist kein Rosinenbrötchen".

 

"Eulen nach Athen tragen" heißt auf niederländisch: "Bäume in den Wald tragen" ("Bomen naar het bos dragen").

 

"Sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen" in der niederländischen Version: "Sich den Käse nicht vom Brot nehmen lassen.

 

Guten Tag nach Gouda

 

Im kleinen, liebevoll eingerichteten Freilichtmuseum Allingawier. Schwierig zu finden, da PR für die breite Öffentlichkeit fehlt. Eine Internetseite ist "noch nicht vorhanden", wie mir die freundliche Museumsmitarbeiterin am Eingang (links der weißen Brücke, siehe Foto Nummer 1) freundlich mitteilte...  

 

Fotos oben: 2 typische Szenerien aus Workum. Malerische Häuserzeilen und das Alte Stadthaus mit Marktplatz. Links und unten die Gertrudiskirche mit getrennt platziertem Glockenturm


Zaanse Schans, Nordholland

Für viele (bis sehr viele) Asiaten, vor allem Chinesen und Indische Staatsbürger, ist dieses Freilichtmuseum in Zaanstad  - bereits im Dunstkreis Amsterdams gelegen - das Ausflugsziel der Niederlande. Reist Ihr individuell per Auto an, müsst Ihr oft wegen Überfüllung der offiziellen Parkplätze auf Stellplätze innerhalb eines modernen Industriegebietes östlich des Ausstellungsgeländes ausweichen. Viele asiatische Besucher reisen per Mietwagen an, so auch Freunde aus Bangalore (Indien), die ich in Amsterdam bzw. Zaanstad getroffen habe.      

In Zaanse Schans wird ein historisches, niederländisches Industriegebiet simuliert; gezeigt wird niederländisches Arbeitsleben, wie es "einst" - vormals, ehedem - war. Der Fokus der Betrachtung liegt auf Käseherstellung, Holzschuhverarbeitung und Mühlenbetrieb; aus meiner Sicht äußerst sehenswert, trotz der offensichtlichen Ausrichtung auf Kommerz. In sämtlichen Gebäuden findet Verkauf statt (chinesische Briefmarken, Münzen und historische Banknoten im 10er, 20er oder 50erPack, aber auch Holländischer Käse oder typisch holländische Holzschuhe liegen in riesigen Auslagen zur Abholung bereit). Sämtliche Mühlen kosten Eintritt, allerdings ist das Betreten des Geländes völlig kostenlos. Mit ein wenig Geschick könnt Ihr es fertigbringen, in Zaanse Schans keinen Cent auszugeben - allerdings ist es nicht einfach, sämtlichen Kauf-Versuchungen zu widerstehen, denn spätestens, wenn Ihr an der Käsetheke mit seinen Gratis-Auslagen steht, spürt Ihr Eure Kreditkarte im Portemonnaie. Die Parkgebühr schlägt übrigens mit 10 Euro (Festpreis, egal wie lange Ihr über die Museumswege schlendert) zu Buche. 

 

Treffen mit Freunden aus Bangalore (Indien) in Zaanse Schans

Ein verlassen des Zaanse Schans-Geländes ist problemlos vom hinteren Gartenbereich (links) über die große Brücke nach Zaanstad möglich. Vom gegenüberliegenden Zaan-Ufer habt Ihr stellenweise Ausblick auf das Freilicht-Museumsgelände. Hierzu müsst Ihr allerdings die wenigen Durchgänge finden, die sich an den attraktiv gestalteten, engstehenden Privathäuschen zum Fluss hinunter schlängeln (gefunden habe ich lediglich Zugänge zu 2 Parkplätzen und einem Handwerksbetrieb). Einige wenige Gebäude, die dem Museumsbetrieb angeschlossen sind, befinden sich ebenfalls im gegenüberliegenden Zaanstad, wie eine Mühle gleich links neben der Brücke.

 

         

Das Gelände ist recht weitläufig; haltet Ihr Euch jedoch nicht allzu lange an den einzelnen Betrieben auf, könnt Ihr bereits in 1,5 Stunden "durch" sein. Sämtliche Sehenswürdigkeiten sind offensichtlich mit Liebe zum Detail arrangiert, allerdings könnte Euch der Besucherandrang schnell zu schaffen machen. Vor allem in der "Schuhabteilung" ist Besucherstau angesagt, denn hier werden die oben erwähnten, kostenlosen Käsehäppchen über Holztheken gereicht. Außerdem befindet sich in diesen Räumlichkeiten der größte Verkaufsmarkt für Souvenirs. Auch wird hier die Holzschuh-Fabrikation ziemlich anschaulich erklärt und demonstriert, in dieser Halle werdet Ihr Euch vermutlich am längsten aufhalten. Im Freigelände laufen auch Ziegen umher, liebevoll angelegte Gärten findet Ihr im östlichen Bereich vor.             

Traditionelle Holzschuhe werden in der Schuhabteilung fabriziert. Angeschlossen ist ein kleines Museum (unten rechts) sowie ein größerer Souvenirshop

Neben dem großen Zaanse-Museum (Extra-Eintritt), in dem Möbel, Kleidung und Gebrauchsgegenstände ausgestellt werden (inkl. Film- und Fotoausstellung, alles im Gebäude rechts neben dem Eingang, in dem auch die Information untergebracht ist), existieren auf dem Gelände außerdem ein Bäckereimuseum, ein Lebensmittel(Laden-)Museum sowie ein Uhrenmuseum.    

Typische Gebäude in Zaanse Schans


Amsterdam

Architektonische Brillanz und ein Grachtennetz von 80 Kilometern Länge (Venedig besitzt nur die Hälfte)...

Die größte Stadt der Niederlande ist vollgepackt mit architektonischer Kreativität und Brillanz (an 1. Stelle stehen für mich ganz einfach die unzähligen Grachtenhäuser), hochinteressanter Museen (wie das Van-Gogh-Museum) und einiger sehenswerter Parks und Gartenanlagen (wie der Vondelpark oder der Botanische Garten Hortus Botanicus Amsterdam, einer der ältesten Botanischen Gärten der Welt). Außerdem bietet die Stadt eine ziemliche Bandbreite an Aktivitätsmöglichkeiten (großes Angebot an Canal-Cruises, ein Muss in dieser Stadt der längsten Kanalwege der Welt, noch vor Venedig mit "nur" 38 Kilometern). Da ich ausschließlich Orte und Aktivitäten beschreibe, die ich auch selbst besucht bzw. durchgeführt habe, hier mein Empfehlungskatalog, den ich an dieser Stelle natürlich grandios unvollständig präsentiere:

Booking.com

Grachtenfahrten, vor allem nach Einbruch der Dunkelheit, waren für mich während meiner Aufenthalte in Amsterdam - noch vor einem Besuch des Van-Gogh-Museums im Stadtteil Oud-Zuid - die größten Highlights. Kombiniert Ihr einige Cruises (in unterschiedlicher Länge, mit oder ohne Wein und Käse) an unterschiedlichen Startpunkten und zu unterschiedlichen Tageszeiten, schippert Ihr an so vielen Sehenswürdigkeiten, gerade im Zentrum, vorbei (zumeist mit Kopfhörer, Ansagen kommen in der Regel von Band), daß Ihr vor allem bei kürzerem Aufenthalt einen guten Überblick über Architektur und Organisation der Stadt erhaltet.  

 

Ein Besuch des architektonisch futuristisch anmutenden Van-Gogh-Museums lohnt für alle, die minimales Kunstinteresse aufbringen: von Menschenmassen begleitet (dieses Museum ist von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang durchweg gut besucht) werdet Ihr einen grandiosen Einblick in Leben und Werk des tragischen Malers erhalten. Van Goghs Schaffensphase erstreckte sich lediglich über 10 Jahre, in denen er ca. 850 Gemälde und 1.000 bis 1.100 Zeichnungen hervorbrachte. Erschreckend der Umstand, das van Gogh seine Werke niemals einer breiteren Öffentlichkeit präsentierte, seine Kunst blieb zu seinen Lebzeiten völlig unbekannt. Das Museum ist aus meiner Sicht wohlorganisiert, lediglich am Ticketschalter (lange Wartezeiten am Eingang) hinkt die Einrichtung der Entwicklung hinterher.

 

Das Nationalmuseum (Rijksmuseum) ist, wie die meisten dieser Welt, den Künsten, dem Handwerk und der Geschichte gewidmet. Ich konzentrierte mich während meines Rundganges auf die 4 ausgestellten Meisterwerke Vermeers (sein im Pariser Louvre präsentiertes Gemälde Der Astronom wurde vor vielen Jahren, zeitlich begrenzt, mit seinem in Frankfurt zur Schau gestellten Werk Der Geograph vereint; seitdem besuche ich mit Vorliebe jene Orte, an denen seine Werke der Weltöffentlichkeit nähergebracht werden, wie auch das Mauritshuis in Den Haag) sowie auf jene 9 Gemälde Rembrandts, die hier präsentiert werden. Außerdem war die Sektion asiatische Kunstobjekte und Artefakte zur niederländischen Geschichte für mich von besonderem Interesse.  

 

Natura Artis Magistra (sinngemäß: "Die Natur ist die  Lehrerin der Kunst"), der 14 Hektar große Zoo Amsterdams, bietet neben all den bekannten und unbekannten Tieren auch einen Regenwald und das Kanalsystem Amsterdams als Simulation zur näheren Betrachtung bereit: in letztgenannter Sektion werden jene Lebewesen präsentiert, die sich in der weitverzweigten, Amsterdamer Unterwelt räkeln. Großartig inszeniert, mir hat der Besuch gefallen.

 

Ein Besuch des Hauptsitzes von Booking.com (das braune, mehrstöckige Firmengebäude ist umgeben von kunstvoll verzierten Häuserfassaden) ist natürlich nur für hartgesottene Sympathisanten des niederländischen Hotelreservierungsportals interessant. Oder für all jene, die einfach einen Blick auf ihren langjährigen Reisepartner (80% aller vorausgebuchten Hotelreservierungen) werfen möchten.     

 

Von Alkmaar nach Den Haag

Die Küste ist abwechslungsreich und bietet neben grünenbewachsenen Dämmen auch größere (in den Sommermonaten überfüllte) Badestrände (z. B. Zandvoort und besonders Bloemendaal). Alkmaar besuchte ich im Rahmen meiner Ijsselmeer-Fahrten, eine besonders sehenswerte Stadt mit idyllischer Altstadt (eine der schönsten der gesamten Niederlande). Während meiner Fahrt nach Den Haag eröffneten sich mir immer wieder Blicke auf das Meer, imponiert hat mir in dieser Region eine gewisse Aufgeräumtheit; besucht Ihr diesen Teil der Niederlande, werdet Ihr nur wenige Bausünden oder sonstige landschaftsverschandelnde Elemente entdecken (genauso wenig wie in Friesland), ein Klarheit, die für einen längeren Aufenthalt spricht.

Den Haag, niederländischer Regierungssitzt (nicht Hauptstadt, dies ist nach wie vor Amsterdam!) und mit 500.000 Einwohnern neben Amsterdam und Rotterdam die 3. größte Stadt des Landes, ist nicht mit Amsterdam vergleichbar. Historische Bauten treten eindeutig hinter der Moderne zurück, allerdings beherbergt Den Haag auch (neben Ybema´s Mole bei Workum) das für mich großartigste Bauwerk der Niederlande: den riesigen Binnenhof (seit dem 15. Jahrhundert Parlamentsgebäude, erbaut ab dem 13. Jahrhundert), um den sich die Stadt im Laufe der Zeit ausgebreitet hat. Den Haag ist auch eine Badestadt (besucht zwischen Euren Strandspaziergängen die Gemäldegalerie Mauritshuis!), der Strand von Scheveningen (ein Stadtteil Den Haags) ist der beliebteste des gesamten Landes.        

 

Der Königliche Palast Paleis op de Dam (Koninklijk Paleis) liegt im Zentrum Amsterdams, der Besuch des zwischen 1648 bis 1665 errichteten Repräsentations-Bauwerkes kann optimal mit vielen anderen Sehenswürdigkeiten, wie das Anne-Frank-Museum, kombiniert werden. Die Oude Kerk ist das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt (2. Hälfte des 13. Jahrhunderts, allerdings im Rotlichtviertel gelegen) und hat mir mit seinem gewölbten Holzdach im Seitenschiff (eine Rarität, die ich in seiner Dimension in Zentraleuropa bisher nur selten zu Gesicht bekam) besser gefallen als die vielbesuchte Westerkerk im zentralen Stadtteil Jordaan (mit seiner weltbekannten Einkaufsstraße Haarlemmerstraat). Zum shoppen bieten sich natürlich auch die Kalverstraße (Kalverstraat) an, die Einkaufsstraße Amsterdams, sowie Damrak und die Leidsestraat. Der Albert-Cuip-Markt (Albert Cuypstraat, Montag bis Samstag) ist mit hunderten Verkaufsständen und bis zu 20.000 Besuchern nicht nur der meistbesuchte Straßenmarkt der Stadt, sondern zugleich der größte Europas. Nahrungsmittel, Blumen, Schmuck, Kleidung, Elektronik - hier gibt es nichts, was es nicht gibt, dazu gesellt sich ein unüberschaubares Angebot an Cafés, Restaurants und Geschäften um den Markt herum.

 

Die Johan Cruyff Arena (Amsterdam-Arena), war für mich, wie viele Fußballstadien Europas, ebenfalls einen Abstecher wert, da ich bei längeren Aufenthalten in jedem Land versuche, ein Erstligaspiel (hat hier leider nicht funktioniert) zu besuchen.    

    

Amsterdam hat nicht nur phantastische Grachtenhäuser, sondern auch moderne Miniatur- (links) oder gar Herrenhäuser (rechts) zu bieten 

Die Nordseeküste zwischen Alkmaar und Den Heeg am frühen Morgen. Immer wieder eröffnen sich (grün-blaue) Ausblicke auf das Meer, unterbrochen von einigen - vor allem im Sommer gutbesuchten - Badestränden wie Zandvoort und Bloemendaal